Zeit zu Leben

Ein Song von Reinhard Mey – nicht poppig, nicht modern. Dafür ehrlich, deutlich, hilfreich, positiv und auffordernd. 

Der Titel „Zeit zu Leben“ ist die Kernbotschaft der Textzeilen und der Melodie.
Reinhard Mey besingt die Sicherheiten, die Errungenschaften und unseren Gegenspieler: die Angst. Sie ist es, die unseren möglichen Erfahrungen oft im Weg stehen kann. 

Die Angst, die so vielschichtig und einzigartig ist, wie wir Menschen es sind.
Die Angst etwas falsch zu machen, nicht die „richtige“ Entscheidung zu treffen. Die Angst vor dem Tod und dem nicht mehr da sein. Die Angst nicht geliebt zu werden. Die Angst nicht gut genug zu sein.
Ich könnte diese Reihe weiter fortführen, zusammengefasst versuche ich es auf den Punkt zu bringen: Lebensangst.

Gerade in den letzten Wochen und Monaten scheint diese Angst weit um sich zu greifen, sie scheint alles zu beherrschen, was mit dem Leben zu tun hat. 

Doch gibt es eine Möglichkeit sich von der Angst zu lösen?
Man kann die Risiken und Nebenwirkungen der Angst gegenüber stellen und abwägen. Man kann das in Ruhe und mit Umsicht tun. Man kann das theoretisch überlegen. Man kann mit Freunden, der Familie und mit Experten darüber sprechen. Man kann sich vorbereiten und alle möglichen Gefahren bedenken und Sicherheiten schaffen. Mit jedem einzelnen Schritt, mit jedem Gespräch und Gedanken kann man sich der Angst nähern!
Und dann? Dann kommt der nächste Schritt. Dann tut man es. Dann probiert man es aus und tritt der Angst ein letztes Mal gegenüber.
Dieser letzte und zugleich erste Schritt kann der entscheidende sein um die Angst aufzulösen.
Auf dem Weg bis zu diesem Schritt können wir uns Unterstützung holen. Wir brauchen ihn nicht allein zu gehen.
Es kommt nicht auf die Angst, sondern auf uns an, ob wir diesen Weg gehen – einfach wird es mit Sicherheit nicht, wäre es einfach, hätten wir keine Angst.
Lohnt es sich? Womöglich. Wer weiß schon mit absoluter Sicherheit was raus kommt, wenn wir unsere Angst überwinden und was wir erleben und möglich machen können?

Vielleicht ist das Lied von Reinhard Mey der erste Schritt, der Stein des Anstoßes für dich.
„Es wird Zeit zu Leben, endlich Zeit!“.

Alles Liebe,
Ihre/Eure
Tina Höpfner, Diakonin

Gute Vorsätze – ÄHHH Ja…

Und, hattest du sie oder hast du sie noch?
Die guten Vorsätze für das neue Jahr? 
War oder ist es „mehr Sport“, „mehr lesen und weniger Fernsehen“, „gesünder essen“ oder „eine ungesunde Verhaltensweise aufgeben“, „weniger zickig sein“, „treu bleiben“ ? 
Was auch immer es war oder ist – gelingt es dir? 

Oha – den Finger in die Wunde gelegt – tut mir leid.
Lies trotzdem weiter – es wird wieder gut… 🙂 
Also, wenn du mit deinen Vorsätzen gut zurecht kommst: Herzlichen Glückwunsch. 
Dann bleib weiter dran, es lohnt sich bestimmt. 

Solltest du Schwierigkeiten haben, dann probiere es mal damit:
Frage dich: 
Wozu habe ich mir diesen Vorsatz gesucht? 
Was möchte ich gerne erreichen?
Was hindert mich daran, meinen Vorsatz in die Tat umzusetzen? 
Was kann mir dabei helfen damit es mir gelingt?

Wenn uns etwas nicht gelingt, ist es nicht unbedingt ratsam den Kopf in den Sand zu stecken und alles aufzugeben. Ziele und Träume zu haben, gute Vorsätze Wirklichkeit werden zu lassen kann unser Leben bereichern.
„Der Weg ist das Ziel“ ist nicht nur ein gut gemeinter Satz, sondern birgt auch eine gute Portion Wahrheit in sich. Sich auf den Weg zu machen bedeutet zu beginnen, es heißt nicht schon am Ziel angekommen zu sein. Dafür muss man sich bewegen, sich aus der „Komfortzone“ hinaus trauen. 

Wie auch immer deine Antworten ausfallen – sei barmherzig mit dir selbst. 

Um auf eine Lösung zu kommen, darfst du dir deinen Vorsatz und vor allem dich selbst liebevoll anschauen.
Bleibe realistisch in deinen Zielen und überfordere dich nicht. 

Manchmal hilft es mit einem anderen Menschen zu reden um klarer zu sehen. 

Gute Freunde können zuhören (auch am Telefon), oder Du kontaktierst mich 🙂 Ich bin gerne für dich da: diakonin-familienkirche@mail.de

Eine gesegnete Woche wünsche ich Dir! 

Liebe Grüße 

Eure/Ihre Christina Höpfner 

Barmherzig – oder was?

Die Jahreslosung für 2021 lautet: „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ 

Das erste Wort, welches mir ins Auge springt ist „BARMHERZIGKEIT“.
So oft gehört, gelesen, selbst verwendet – doch auch angewendet? 

Was bedeutet Barmherzigkeit? 

Sprachlich stammt es vom lateinischen Wort „misericordia“ ab. 
Synonym kann man „Güte, Erbarmen und Mitgefühl“ setzen.
Diese drei Worte umschreiben das große Wort Barmherzigkeit und lassen verschiedene Bilder und Ideen dazu entstehen.

2016 gab es in der katholischen Kirche das Jahr der Barmherzigkeit. Im Bistum Eichstätt haben sich junge Menschen Gedanken zur Barmherzigkeit gemacht. Hör mal kurz rein und lass dich inspirieren. 

Und, was denkst Du? Was bedeutet für dich dieses Wort? 

Für mich ist Barmherzigkeit zu einer Lebensaufgabe geworden. Sowohl in der Umsetzung als auch in der Intensität. Aus meiner Sicht ist Barmherzigkeit nichts, was man lernen kann und sobald man es einmal verstanden hat, kann man es –  immer und überall, egal in welcher Situation man steckt. Es ist nicht wie Fahrrad fahren oder schwimmen. Einmal gelernt, ist es im motorischen Gedächtnis eingebrannt und wir können es zu jeder Zeit abrufen.
Für mich ist Barmherzigkeit vielmehr wie Kochen. Die Grundzutaten der Barmherzigkeit: Güte, Vergebung, Mitgefühl – habe ich kennen gelernt und kann sie in mir sehr gut vertrauten Situationen anwenden. Doch hin und wieder stecke ich auch in Momente in welchen mir die Barmherzigkeit nicht gelingt, obwohl ich die Zutaten kenne. Das hat verschiedene Gründe. Da gibt es zum Beispiel persönliche Verletzungen oder noch unklare Emotionen, die mich hindern. Ich denke, dass ich im Recht bin und mein Gegenüber unrecht hat – dabei wäre das gerade gar nicht wichtig, doch das erkenne ich nicht. Vieles mehr ließe sich an dieser Stelle noch aufführen, doch ist das zur Weiterführung gar nicht nötig. Jeder von uns weiß um seine ganz eigenen Gründe, warum es mit der Barmherzigkeit hin und wieder nicht gelingt.

Viel wichtiger ist mir dabei die Frage geworden, ob es mir als Christ passieren darf, dass es mir nicht gelingt. Meine Antwort darauf lautet: JA – darf es und das ist in Ordnung. Schließlich geht es auch bei der Barmherzigkeit nicht darum sie perfekt und in jeder Situation zu leben. Als Mensch bin ich nicht fehlerfrei, sondern scheitere hin und wieder – mal mehr, mal weniger…
Gott begegnet mir hier, so glaube ich, mit seiner Barmherzigkeit – durch andere Menschen. Sie entwickeln Verständnis für mich und meine Situation, begegnen mir mit Güte und Milde und fühlen sich ein – in Mich.
Aus meiner Sicht ist Barmherzigkeit ein gegenseitiges Geben und geschenkt bekommen – zwischen uns Menschen und Gott.
Erlebe ich selbst Barmherzigkeit als Gebende und Beschenkte, so ist das für mich ein ganz besonderer, ein heiliger Moment.
Dafür bin ich dankbar.

Michael Patrick Kelly hat das in diesem wunderschönen Lied zum Ausdruck gebracht: 

Liebe Grüße,

Eure/Ihre Christina Höpfner

Das Wunder der Muschel

Für Kinder und Eltern gibt es heute eine lebendige Geschichte zum „Wunder der Muschel“.
Gemeinsam könnt ihr kreativ werden und euch an einem Nachmittag miteinander beschäftigen: Malen, basteln, eine Geschichte hören oder gemeinsam lesen.
Es wird bunt und ein Wunder wird geschehen!
Wollt ihr wissen, was dahinter steckt:
Dann klickt auf „Herunterladen“ und lasst euch überraschen.

Ich wünsche euch viel Freude beim ausprobieren!

Liebe Grüße

Tina Höpfner, Diakonin

Weihnachten.zuhause – für Familien

Die zusammengestellte Andacht ermöglicht es für die gesamte Familie
gemeinsam und zuhause Weihnachten zu feiern.

Geschmückt mit bunten Bildern ist die Gesichte von Jesu Geburt anschaulich und für Kinder ab dem 3. Lebensjahr aufgearbeitet.
Drei traditionelle Weihnachtslieder können gemeinsam gesungen werden.
Mit eigener Instrumentalbegleitung? Warum nicht? Ansonsten hilft ein QR-Code unkompliziert die richtige Melodie zu finden.
Für die Eltern ist ein kurzer Impuls dabei und für die Kinder eine eigene kreative Idee zur Weihnachtsgeschichte.

Was wird gebraucht:
Ein Ort an dem sich alle wohlfühlen und gemeinsam Zeit verbringen können
Der Adventskranz oder andere Kerzen.
Ein Handy mit einem QR-Code-Reader (gibt es als App zum kostenlosen Download)
Eine Musikbox zur Verstärkung der Melodie.
Wer will – die eigenen Musikinstrumente

Wie wird’s gemacht:
Hier die pdf.Datei runterladen und los gehts…

Ich wünsche Euch und Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten!
Alles Liebe,

Ihre Christina Höpfner – Diakonin

6. Dezember 2020 – Nikolaus

Heut ist Nikolaus – eine wunderbare Möglichkeit um lieben Menschen eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Vielleicht stellt ihr sogar euren Stiefel vor die Türe, damit er über Nacht gefüllt werden kann. 
Doch woher kommt diese Tradition eigentlich und hat sie wirklich was mit dem Nikolaus zu tun? 

Hier ein kleines Filmchen zur Erklärung: 

Wer heute oder in den nächsten Tagen noch etwas Gutes tun möchte, dem lege ich folgendes ans Herz legen: 

Das Dekanat Nürnberg organisiert jedes Jahr zu Weihnachten für die wohnungslosen Menschen unserer Stadt eine kleine Weihnachtsfeier. Auch wenn es unter Corona-Bedingungen anders stattfinden muss als gewohnt, halten Sie daran fest. 

Unterstützung kann meine Kollegin Ute Kollewe mit ihrem Team trotzdem sehr gut gebrauchen: 

UNTERSTÜTZT UNSERE OBDACHLOSENWEIHNACHT!!!

Die Obdachlosenweihnacht findet statt – auch in diesem Jahr! Pandemiebedingt allerdings ebenso wie das Obdachlosenfrühstück als ‚to-go‘-Version.

Damit die weihnachtlichen Lebensmitteltüten prall befüllt werden können, würden wir uns freuen, wenn ihr uns mit einer kleinen Spende unterstützt! 

Das Obdachlosen-Team rund um unsere Kollegin Ute Kollewe benötigt:

  • weihnachtliche Süßigkeiten wie Lebkuchen, Dominiosteine, Printen, Marzipankartoffeln, Vanillekipferl etc. – bitte nur originalverpackt!
  • jede Form von Weihnachtsgebäck
  • neue, warme, selbstgestrickte Wollsocken – gerne in auch in großen Größen!
  • Filterkaffee und Kräutertee (Teebeutel)

Eure Spende nimmt der i-Punkt im Haus eckstein gerne entgegen in der
Burgstr. 1-3
90403 Nürnberg
Mo.-Do. 9-17 Uhr sowie Fr. 9-15 Uhr.

Natürlich freut sich das Team wie immer auch über eine Geldspende:

Kirchengemeinde St. Sebald,
IBAN DE47 5206 0410 0001 5711 41
Vermerk Obdachlosenweihnacht to-go

Vielen Dank für eure Unterstützung und eine frohe Adventszeit!

Gottesdienst.zu.Fuß

Bald ist Weihnachten – jetzt ist der zwei Advent!

An diesem Adventswochenende können Familien wieder einen Gottesdienst.zu.Fuß erleben.
Das Thema: „Warten auf Weihnachten – und was hat eigentlich der Adventskranz damit zu tun?“
Wir laden herzlich ein, unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Bestimmungen in der Stadt Nürnberg, die Kirche zum Gottesdienst.zu.Fuß zu besuchen.
Der Anfang ist wie immer am Eingang auf dem Kirchplatz. Danach ist alles gut beschrieben.
Wir wünschen viel Freude bei diesem Angebot und ein herzlich gesegnetes Wochenende!

Die Familienkirche

Andacht.zu.hause

Als Familie kann man wunderbar eine „Andacht.zu.hause“ feiern – gerade in diesen Tagen der Ausgangsbeschränkungen, des nassen und kalten Wetters.

Wir haben euch eine kleine Andacht zusammen gestellt.
Ihr braucht dafür:
– Eure Familie
– Einen Platz um einen Tisch
– Euren Adventskranz
– Drei weitere Kerzen
– eine mobiles Endgerät mit einem QR-Code Reader
– ca. 20 Minuten Zeit

In diesem Dokument ist die Andacht versteckt:

Wir wünschen euch viel Freude und ein gesegnetes Wochenende!

im Namen der Familienkirche – Tina Höpfner, Diakonin