Das Alte hinter sich lassen

Monatsspruch Januar 2024: Junger Wein gehört in neue Schläuche. Markus 2,22


„Vorsicht mit dem Geschenkpapier!“ Gerade die älteren Generationen kennen diesen Satz noch. Während der Bescherung unterm Weihnachtsbaum lösten sie das Papier ganz sorgfältig vom Inhalt, vorsichtig, dass bloß kein Riss entsteht. Manche bügelten es sogar hinterher und packten es dann fein säuberlich in eine Kiste, um es irgendwann später noch mal zu verwenden.

Auch Jesus hat ähnlich reagiert. „Junger Wein gehört in neue Schläuche“, sagt er in einem Gleichnis. Er antwortet damit auf die Frage, warum seine Jünger Essen und Wein trinken und nicht fasten, wie es die Jünger von Johannes tun.

Religionen kennen viele lieb gewordene Traditionen und Rituale. Regeln, die vertraut geworden sind. Doch mit dem Kommen Jesu in die Welt ist etwas völlig Neues angebrochen. Eine neue Zeit, die dazu aufruft, das Alte hinter sich zu lassen. Und das ist ein Grund zum Feiern.

Der Wein steht in der Bibel für Freude und Fröhlichkeit, er war Bestandteil eines jeden Festes. Eben zu dieser Freude und zur Fröhlichkeit im Glauben lädt Jesus ein.
Auch auf den eigenen Alltag lässt sich das übertragen. Das Alte hinter sich lassen und neu beginnen. Neu auf Menschen zugehen, neu vergeben, neu lieben. Die Möglichkeit umzukehren, eine neue Chance zu bekommen und neu anzufangen – das ist das Geschenk, das Jesus den Menschen gemacht hat.

Detlef Schneider

Das Scherflein der Witwe

Predigt von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter zum 8. Sonntag nach Trinitatis, 07.08.2022 in der Stephanuskirche in Gebersdorf zu Markus 12,41-44

Liebe Gemeinde,
nach jedem Gottesdienst leeren wir die Messingbüchsen oder die Körbchen und die Opferstöcke und freuen uns über die Einlagen, die wir je zur Hälfte an die von der Landeskirche angeordnete Stelle und unserer Gemeindearbeit zuführen.
Manchmal kommt es da auch vor, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Denn neben Münzen und Scheinen finden sich da auch Chips für Einkaufswägen, Knöpfe, ausländische Münzen, Heftklammern usw.
Tja, welche Gründe hinter so einer geschmacklosen Einlage stehen, darüber kann ich nur spekulieren. Schließlich macht jeder mit sich selbst aus, wieviel oder was er aus seinem Besitz für wohltätige und gemeinnützige Zwecke spendet.

Es wäre aus unserer heutigen Sicht aber auch unangemessen, die Gottesdienstbesucher beim Spenden zu beobachten.

In unserem heutigen Predigttext aus dem Markusevangelium geht es um eine am Jerusalemer Tempel beobachtete Szene, die uns gerade deshalb aufhorchen lässt:

Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Opferkasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt, diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.“

Mk 12,41-44

Liebe Gemeinde,

wie verhält sich Jesus da am Tempel? Aus unserer Sicht ist es, wie bereits erwähnt, unangebracht, ja ein „No go“, die Leute dabei zu beobachten, wieviel sie in den Opferstock oder in die Körbchen/Büchsen einwerfen.

Doch Jesus geht es nicht um die eigentliche Höhe der Spende.
Jesus hat eine andere Absicht. Sein Blick geht tiefer.
Auch wenn wir vielleicht eine Diskussion darüber angefangen hätten, was denn nun gerade diese zwei kleinen Münzen gebracht haben und ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, dass die Witwe ein Brot für sich gekauft hätte.
Jesus zeigt hier, trotz der merkwürdigen äußeren Umstände, wieder einmal sehr deutlich, dass er einen anderen Blick, dass er andere Maßstäbe hat als wir. Er sieht in das Herz der Witwe.
Was die Witwe in den Gotteskasten gegeben hat, war herzlich wenig – gewiss, aber es ist von Herzen gekommen. Mit großer Selbstverständlichkeit ließ die Witwe ihre Münzen in den Gotteskasten fallen. Mehr hatte sie offensichtlich nicht, aber sie hätte immer noch die beiden Scherflein teilen und eines für sich zurückbehalten können. Sie teilte nicht auf in die Kategorien „Behalten“ und „Geben“.
Sie fasste keinen Gedanken, was sie vielleicht noch brauchen würde. Nein, sie hat alles gegeben und machte von sich und ihrem Tun kein großes Aufheben. 

Jesus zeigt an dem Beispiel der Witwe auf, dass es vor Gottes Auge nicht darauf ankommt, eine große Leistung zu vollbringen und daraus gar einen Anspruch im Ansehen vor Gott abzuleiten. Die Witwe verlässt sich ohne große Worte auf Gott und vertraut darauf, dass er ihr auch weiterhin Möglichkeiten zum Leben lässt.

Diese kleine Erzählung gehört zur Abfolge von entscheidenden Gedanken und Äußerungen, die Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem seinen Anhängern noch mit auf den Weg geben möchte, ehe er dann den Weg ans Kreuz geht.
In den Versen, die unserer kleinen Erzählung vorausgehen, spricht er von seiner Vollmacht, vom Neid und der Missgunst der Menschen, von der Steuer, die man dem Kaiser geben soll und was nun eigentlich das höchste Gebot ist, auch davon, was nach dem Tod kommt.
Das sind allesamt Gedanken zur „richtigen“ Nachfolge. Damit bereitet er seine Jünger und seine Anhänger auf die Zeit ohne ihn vor.
Kurz vor dem Ende seines irdischen Weges möchte Jesus seinen Zuhörern etwas ganz Besonderes mitgeben.
Keine ethisch-moralischen Worte mit erhobenem Finger sollen es sein, nein, es sollen Worte sein, die seinen Zuhörern ganz tief ins Herz dringen.
Jesus sieht in der Hingabe der Witwe ein unglaublich großes Vertrauen, das sie ihrem Schöpfer gegenüber hat.
Am Tempel, wo über den Glauben gelehrt wird, will die Frau mit dem, was ihr zur Verfügung steht, ihre Dankbarkeit zeigen. Sie drückt mit ihrer Gabe aus, wie sehr sie ihr Schicksal und ihr Leben in die Hand Gottes legt. 
Sie vertraut darauf, dass ihr Weg behütet bleibt, obgleich sie als Witwe finanziell am Abgrund steht.
Denn zur damaligen Zeit gab es weder eine Witwenversorgung in Form einer Rente, noch konnten sich die Frauen in erlernten Berufen selbst etwas verdienen.
Sie mussten sich auf die Mildtätigkeiten ihrer alten Familie verlassen. 
Und wenn das nicht klappte, waren sie verlassen.

Obwohl wir in einem reichen Land leben mit einer Sozialversorgung, gibt es bei uns immer mehr arme Menschen. Im Alltag sehen wir diese Menschen kaum.
Doch wenn ich an der Ausgabestelle der Tafeln in Stein oder an der Sigmundstraße vorbeifahre, erschrecke ich, wenn ich sehe, dass die Schlangen von Monat zu Monat länger werden.
Viele Menschen schämen sich, weil sie nichts haben, denn Wohlstand gilt als Zeichen der eigenen Tüchtigkeit. 
Wer nichts hat, hält sich möglichst im Hintergrund. Es soll ja keiner merken, wie es ihm geht. Wer nichts hat, kann sich nicht beteiligen am Leben. Hat kein Geld für Urlaub, kein Geld für modische Kleidung, kein Geld für die dritten Zähne. Die Kinder können nicht in einen Sportverein, können nicht mithalten mit den anderen, deren teuren Turnschuhen und neuesten Handys.

Die Witwe, die Jesus beobachtet, ist anders. Sie will trotz Armut beteiligt sein. Sie zeigt mit ihrer Spende: Dieser Tempel ist auch mein Tempel. Nicht bloß der Tempel der Wohlhabenden. Sie hält sich nicht raus. 

Liebe Gemeinde,
was Jesus also meinte, als er seine Jünger auf die Frau aufmerksam machte, war, dass jeder, egal was er hat, was er ist, welchen Platz er in der Gesellschaft einnimmt, darauf vertrauen darf, von Gott gehört zu werden.
Und umgekehrt, dass jeder vertrauen darf in und Zuflucht suchen darf bei Gott.

Von dieser Frau können wir lernen: 
Geben, sich hingeben tut gut!
Das kann auch sein, wenn wir unser Leben Gott übergeben.
Aber für uns moderne Menschen ist das eine echte Herausforderung! 
Denn am liebsten haben die meisten von uns ihr Leben selbst im Griff!
Selbstbestimmen, wo es lang gehen soll. Kalkulieren, überlegen und dann Entscheidungen treffen, die wir dann natürlich auch selbst verantworten müssen.
Ja, das klingt gut, solange wir jung, stark, mutig und selbstbewusst sind.
Trifft uns aber im Laufe unseres Lebens ein Schicksalsschlag, sieht es schon ganz anders aus.
Da werden wir plötzlich lahmgelegt. Da brechen vertraute Beziehungen weg, da tauchen plötzlich existentielle Probleme auf.

Was dann?
Dann wird es entscheidend, dass wir uns auf unsere Fundamente besinnen, darauf, woher wir kommen, 
darauf, worin wir den Sinn unseres Daseins legen. 

Jesu Botschaft für uns lautet heute:
Pflege dein Vertrauensverhältnis zu Gott – auch durch die guten Zeiten hindurch – das gibt dir dann Stärke und Mut in schlechten Zeiten!
Unser Glück finden wir, wenn wir die Hoffnung, dass wir mit Jesus im Licht stehen, nicht aufgeben, wenn uns Visionen nach vorne treiben.

Dass Gott uns dafür belohnt, mit mehr als wir uns vorstellen können, daran möchte ich glauben! 

Amen.

Gabriele Edelmann-Richter, Pfarrerin

De Maizière neuer Präsident des Kirchentages

Thomas de Maiziere hält ein Schild mit der Losung "Jetzt ist die Zeit" (Mk 1,15) für den 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2023 in Nürnberg in den Händen
Foto: epd-bild/Timm Schamberger

Der ehemalige Bundesminister Thomas de Maizière (CDU) wird der nächste Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Der 67-Jährige stehe an der Spitze des Kirchentags 2023 in Nürnberg, teilte der Kirchentag am Montag in Nürnberg mit. De Maizière habe sich schon bisher intensiv mit einem Kirchentag in einer immer säkularer werdenden Welt auseinandergesetzt, sagte seine Vorgängerin Bettina Limperg, die turnusmäßig aus dem Amt ausscheidet.

Das nächste Protestantentreffen steht unter der Losung „Jetzt ist die Zeit“ aus dem Markusevangelium (Mk. 1,15). Das Leitwort passe in die globale Zeitenwende, sagte de Maizière. Es habe in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht mehr so viele Verschiebungen gegeben wie jetzt. Der Kirchentag wolle weder einen wehmütigen Blick zurück werfen, noch Horrorszenarien aufbauen oder den Menschen sagen, was jetzt zu tun sei.

De Maizière wies darauf hin, dass vielleicht schon 2023 nicht mehr die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen einer christlichen Kirche angehören. Auch mit denjenigen, die sich von der Kirche abgewandt haben oder die gar nichts mit Kirche zu tun haben, brauche es einen Austausch darüber, „was wir gemeinsam tun sollen“. Der neue Kirchentagspräsident nannte aber auch als Ziel, den Kirchentag stärker als bisher „von der Jugend tragen zu lassen“. Die jüngere Generation solle „die Zeitansage machen“, sagte de Maizière.

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte, das Leitwort des Kirchentags bringe auf den Punkt, „was viele gegenwärtig spüren: Wir leben in einer Zeit grundlegender Entscheidungen“. Es gelte in dieser neuen Zeit so zu leben, dass es Menschen anderswo auf der Welt und den zukünftigen Generationen gut gehen könne. Er beobachte Menschen, die sich zwar nicht als Christen verstünden, aber dankbar für die Kirche seien, weil sie „Orientierungsfragen in ihrer DNA eingeschrieben hat“. Auch mit weniger Mitgliedern werde die Rolle der Kirchen sichtbar sein, so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

De Maizière wurde in Bonn geboren. Er ist evangelisch-lutherisch getauft, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Seine Vorgängerin Bettina Limperg brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass das neue Präsidiumsteam aus den neuen Bundesländern komme. Das sei ein Zeichen des Wandels und neuer Wege, sagte sie.

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag soll vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg stattfinden. Der Kirchentag ist eine unabhängige Laienbewegung. Haupt- und Ehrenamtliche gestalten alle zwei Jahre einen Kirchentag in einer größeren Stadt in Deutschland. Zuletzt hat ein Evangelischer Kirchentag in Nürnberg 1979 stattgefunden.

epd hei kfr

FeierAbendMahl in der Stephanuskirche

Von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter am 24.09.2021 anlässlich des Mitarbeiterdankfestes in der Stephanuskirche in Gebersdorf

Liebe Mitarbeitende unserer Stephanuskirche,

nach der Idee eines Psychologieprofessors möchte ich mit Ihnen ein kleines Experiment machen:

– Hochhalten eines weißen Papierblatts mit schwarzen Flecken –

So wie der Professor, so fordere ich Sie auf zu beschreiben, was Sie sehen!

Die Antworten folgen prompt:

Schwarze Punkte … 5 Punkte … gleich groß … versetzt …

Haben Sie es gemerkt? Alle Antworten konzentrieren sich auf die schwarzen Punkte. Detailgenau werden diese Punkte beschrieben.
Keiner hat den weißen Raum um die schwarzen Punkte herum beschrieben.
Das ist ganz typisch für unsere menschliche Wahrnehmung!
Ins Auge/ins Bewusstsein fallen die schwarzen Punkte.
Auf die weißen Flächen müssen wir erst hingewiesen werden.

Unser Bibeltext aus dem Markusevangelium berichtet von einer vergleichbaren Situation:
Die Jünger haben die traumatischen Erlebnisse des Karfreitags hinter sich. Ihr ganzes Denken und erstarrtes Handeln ist noch von diesen Erlebnissen geprägt.
Als dann Maria Magdalena und auch zwei Männer aus ihren Reihen von der Auferstehung Jesu erzählen, können die Jünger das nicht glauben.
Denn … sie haben Jesus am Kreuz hängen sehen, sie haben ihn mit eigenen Händen in das Grab des Joseph von Arimathäa gelegt!

Tot ist tot!

Aus — basta!

Das haben sie mit eigenen Augen gesehen!
Weiße Flecken gab es in ihren Erinnerungen nicht.
Was die Jünger von den Zeugen der Auferstehung nun hören, sind doch nur Hirngespinste und bringen nichts.
Für sie ist ganz klar:
Erst einmal den Tod des besten Freundes betrauern, verkraften und dann mal sehen, ob das eigene Leben noch einen Sinn hat…
Ob nach einem Jahr noch irgendjemand von Jesus spricht … mal sehen …

Na ja, so werden Sie sich jetzt denken, ist doch ganz menschlich diese Reaktion!
Wenn wir ehrlich zu uns sind, geht es uns auch immer wieder so:
Auf die Frage „Wie geht es dir?“ antworten wir entweder: „Danke, geht so“, weil wir keine Lust haben, dem Gegenüber unsere ganze Geschichte zu erzählen,
oder wir holen bei einer vertrauten Person gerne aus und schildern intensiv wie schlecht grad wieder alles läuft, in der Arbeit oder daheim mit dem Ehepartner oder mit den Kindern oder mit den Schwiegereltern oder dass uns schon wieder eine körperliche Einschränkung oder gar längerfristige Krankheit überfallen hat.

Leider werden viel zu selten schöne Erlebnisse erzählt, werden die hellen Momente ins Auge gefasst, ohne die wir eigentlich gar nicht leben könnten.
Nicht, dass ich uns einen Hang zur trüben Stimmung unterstelle,
nein, ich treffe Gott sei Dank auch Mitglieder unserer Gemeinde, die eine positive Stimmung ausstrahlen.

Denn – ohne unsere Leuchtfeuer würde hier nichts laufen!

Gerade Sie, die Sie heute zu unserem FeierAbendMahl gekommen sind, machen in der Gemeinde mit, engagieren sich, obwohl Sie zuhause auch viel zu tun hätten, obwohl ihr Leben grad nicht rosig verläuft.

Was sind die Gründe?

Halten wir uns an die Bibel, so nehmen wir mit unserem Engagement den Auftrag des Auferstandenen ernst:
„Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur!“
Soll heißen: Tragt die frohe und helle Botschaft der Auferstehung, des Lebens weiter!
Behaltet diese Erkenntnis nicht für euch im stillen Kämmerlein!
Reißt andere mit!

Damit geht dann einher, dass wir in Gemeinschaft vieles schaffen, was ein Einzelner nicht schaffen kann.
Ich denke grad an unsere Aktion „Kehrd wärd“.
Letzte Woche haben sich 13 gut gelaunte Gemeindemitglieder zu einem Arbeitseinsatz rund um die Kirche eingefunden, die unsere Außenanlagen mit viel Fleiß winterfest gemacht haben.

Bei einer nächsten Aktion dürfen es gerne noch mehr sein.
Denn gemeinsam macht Arbeit richtig Spaß!

Auch für unsere Stephanuskirche gilt: Wir dürfen nicht aufhören, die hellen Momente zu suchen, die unsere Gemeinde liebenswert machen.

Die harten Monate des Lockdowns – der Lähmung – dürfen nicht zum Dauerzustand werden. Deshalb feiern wir auch am 3. Oktober unser Gemeindefest!

Wir brauchen unsere Kirche, unsere Gemeinschaft, um immer wieder innezuhalten, ruhig zu werden im Getriebe des Alltags, um Kraft zu tanken für die Herausforderungen, die täglich auf uns warten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine positive Einstellung zur christlichen Botschaft auch in unser privates Leben hineinwirkt.
Glückliche Momente und auch Chancen im Leben können sich plötzlich zeigen, wenn wir den Blickwinkel auf unser Lebensblatt verändern, wenn wir die hellen Flächen (siehe Blatt) beschreiben und die dunklen Flecken nicht in den Mittelpunkt stellen.

Dunkles dürfen wir abgeben an den, der unsere Schuld auf sich genommen hat, abgeben an den, der durch den Tod hindurchgegangen ist, abgeben an den, der unser Licht des Lebens sein möchte!   

Amen

Gabriele Edelmann-Richter, Pfarrerin