Klimaneutrales Dekanat bis 2035

Bild der Stephanuskirche vom Neumühlweg aus im Sommer

Klimaschutz ist in aller Munde und das Gebot der Stunde. Die Dekanatssynode hat im März dieses Jahres beschlossen, dass wir anstreben bis 2035 im Dekanat Nürnberg klimaneutral zu sein. Spätestens mit dem Urlteil des Bundesverfassungsgerichts, dass mangelnder Klimaschutz die Grundrechte der jungen Generation verletzt, ist das Thema weit oben auf der politischen Angeda angekommen. Auch wir als Kirchengemeinde versuchen regelmäßig unseren Resourcenverbrauch zu hinterfragen und unser Handeln klimagerecht zu gestalten.

Rund um das Insektenhotel

Bild des Insektenhotels mit blühenden Pflanzen davor

Nicht nur um die Auswirkungen von Hochwasserereignissen abzumildern ist es wichtig, möglichst wenig Flächen zu versiegeln. Tiere und Pflanzen profitieren von den Flächen, wenn diese im besten Fall auch nicht ständig bearbeitet werden. Rund um das Insektenhotel vor der Kirche haben wir solch einen Platz geschaffen. Die Sandmagerflächen bieten das ganze Jahr über Lebensraum – und schön aussehen tut es unserer Meinung nach auch.

Nachfolgend noch ein paar Impressionen. Wenn Sie selber ein tolles Bild rund um unsere Kirche gemacht haben und Sie es gerne mit uns teilen möchten, freuen wir uns über Ihre Zusendung.

Glockenläuten für Betroffene der Unwetterkatastrophe

In der Stephanuskirche und in vielen weiteren evangelischen Kirchen werden am Freitag, 23. Juli 2021 um 18 Uhr die Glocken läuten.

Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands in Schuld, Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Ahrweiler war in der Nacht zum Donnerstag (15.07.2021) besonders stark von Starkregen und Schlammlawinen getroffen worden.
Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands in Schuld, Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Ahrweiler war in der Nacht zum Donnerstag (15.07.2021) besonders stark von Starkregen und Schlammlawinen getroffen worden. Foto: epd-bild/Frank Schultze/Zeitenspiegel

Bedford-Strohm: „Starkes Zeichen der Solidarität“

Als Zeichen der Anteilnahme nach der Unwetterkatastrophe sollen am Freitagabend bundesweit Kirchenglocken läuten und zu Andachten und Gebeten einladen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach am Donnerstag von „einem starken Zeichen der Solidarität“, wenn viele evangelische Gemeinden bundesweit Andachten feiern. Auch katholische Bistümer riefen zu Glockenläuten und Gebeten auf.

Ausgegangen war die Initiative von den vom Hochwasser besonders betroffenen evangelischen Landeskirchen im Rheinland und in Westfalen.

„Wir alle nehmen fassungslos und voller Anteilnahme die dramatischen Ereignisse der vergangenen Tage wahr und können das Ausmaß der Zerstörung und des Leides, das die Unwetter der letzten Woche nach sich gezogen haben, noch gar nicht abschätzen“

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Eine zusätzliche Kollekte in evangelischen Gottesdiensten soll am Sonntag unter dem Motto „Gemeinden helfen Gemeinden“ dazu beitragen, dass das Gemeindeleben in zerstörten Kirchen und Gemeindehäusern möglichst bald wieder aufblühen kann. „Wir können mit einer solchen Kollekte auch äußerlich zeigen, wie sehr wir im gesamten Raum der EKD Anteil nehmen und mitfühlen und das auch materiell zum Ausdruck bringen wollen“, sagte der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm. In den Kirchen und Gemeindehäusern seien nicht nur die Gebäude, sondern vielfach auch das gesamte Inventar durch die Wasserschäden nicht mehr nutzbar.

Spenden für die betroffenen der Flutkatastrophe

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Hochwasserhilfe Deutschland

Mit Material des epd (Hannover)

Lass uns in deinem Namen

Eine Kirchenmusikerin und eine Theologin nehmen sich in jeder Folge eins der evangelischen Wochenlieder vor. Sie reden über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und teilen Ideen, wie man es im Gottesdienst einsetzen kann.

Symbolbild Kopfhörer

Der Wochenliederpodcast

Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der sächsischen Ehrenamtsakademie sind die Gesprächspartnerinnen.

https://wochenliederpodcast.podigee.io/6-lass-uns-in-deinem-namen-herr

Das Wochenlied für den 8. Sonntag nach Trinitatis hat in unserem Gesangbuch die Nummer EG 634

Lass uns in deinem Namen (EG 634)

Kurt Rommel schrieb Text und Melodie dieses unaufgeregten Liedes im angenehm zu singendem Tonraum von D-Moll. Martina Hergt erinnert das Lied an eine Wanderung auf der Hardangervidda in Norwegen. Kathrin Mette hat das Lied angeregt, darüber nachzudenken, was eigentlich mit der viel benutzten Formulierung „in deinem Namen Herr“ gemeint ist.

Herzlich Willkommen, Juliane und Matthias Jung!

Mitte Juli beginnen wir als Pfarrersehepaar unseren Dienst in der Thomasgemeinde: Pfarrerin Juliane Jung und Pfarrer Matthias Jung.

Foto von Juliane und Matthias Jung im Grünen

Als gebürtige Unterfränkin mit Wurzeln in der Rhön und gebürtiger Nürnberger/„Gosddnhuufer“ haben wir in unseren bisherigen Kirchengemeinden immer im schönen Mittelfranken gelebt und gearbeitet, meist im „Speckgürtel“ des fränkischen Ballungsraumes, zuletzt jedoch in Großhaslach, einer ländlichen Gemeinde bei Heilsbronn. Dass wir künftig in der Frankenmetropole selbst wohnen und arbeiten können, freut uns sehr.

Mit unserem kleinen, einjährigen Sohn dürfen wir als Familie gerade eine wunderbare Zeit erleben: Zwar muss er sich viele Dinge erst aneignen; doch lernt er von Woche zu Woche dazu; er begreift und wächst – langsam aber beständig; und er freut sich über die einfachsten Dinge. Das alles mitzuerleben, ist sehr spannend für uns und wir sind Gott unendlich dankbar dafür.

Ganz ähnlich sind wir gespannt, was Gott in Ihrer Gemeinde hat wachsen und reifen lassen. Besonders reizvoll finden wir da die Aufgabe, in einer Großstadtgemeinde mit unterschiedlichsten Glaubens- und Lebensgeschichten stets neu und auf einladende Weise „christliche Gemeinde“ zu leben und zu gestalten – und das alles im Miteinander mit dem Kirchenvorstand, den Ehrenamtlichen und dem Team der Hauptamtlichen.

Was wir dazu mitbringen können, ist neben etlicher Erfahrung in Gemeindearbeit und Pfarramtsführung unsere je ganz persönliche Art unseren Glauben zu leben. Unsere Liebe zur Musik bringen wir ebenso gerne ein wie unsere Liebe zu Kindern und Jugendlichen.

Mit letzterer sind wir ständig herausgefordert, wenn der Alltag einer „Pachtworkfamilie“ mit Töchtern im Teenageralter und einem Einjährigen zu organisieren ist; sie lässt sich aber nähren aus der geteilten Freude und gegenseitigen Bereicherung.

Zusammen möchten wir gerne in Großreuth/Kleinreuth heimisch werden und freuen uns darauf, Sie nach und nach kennenzulernen. Es wäre schön, wenn die Umstände es zuließen, dass viele von Ihnen schon bei unserem Einführungsgottesdienst am 25. Juli dabei sein können. Herzliche Grüße!

Pfarrerin Juliane Jung und Pfarrer Matthias Jung

Einladung zur Serenade des Posaunenchores

Das Lieben bringt Groß Freud
(Das Leben in Großreuth)

Herzliche Einladung zur Serenade am Samstag, 17. Juli 2021 um 19:00 Uhr auf dem Vorplatz der Thomaskirche. Bei Regen findet die Veranstaltung in der Kirche statt.

Der Eintritt ist frei.

Was es mit den grauen Buchstaben auf sich hat, werden Sie im Verlauf des Abends erfahren. Wie immer bieten wir Ihnen eine Auswahl unseres Repertoires, von Volksliedern über Choräle bis hin zum Swing. Im Anschluss findet sich die Gelegenheit zu einem gemütlichen Beisammensein bei Brotzeit und Getränken. Den Erlös werden wir für die Reparatur unserer in die Jahre gekommenen Tuba verwenden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Der Posaunenchor der Thomaskirche

Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor

Der Videogruß von Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender

„Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor.“ Der heutige Lehrtext der Herrnhuter Losung aus dem zwölften Kapitel des Römerbriefs des Paulus hat eine hohe Alltagstauglichkeit. Denn wie wir miteinander umgehen, hat eine ganz entscheidende Bedeutung für das Lebensgefühl, mit dem wir leben. Ist es eine Kultur der Abwertung? Oder ist es eine Kultur der Achtung und des Respekts?

Achtung und Respekt sind vielleicht die modernen Worte für das, was mit Ehrerbietung gemeint ist. Eine Kultur der Abwertung entsteht, wenn man über andere Menschen immer nur das sagt, was sie falsch machen. Wenn man vielleicht sogar über sie herzieht. Eine Kultur der Achtung und des Respekts entsteht, wenn wir andere Menschen ganz unabhängig von ihren Leistungen erst einmal einfach als Menschen und deswegen mit Freundlichkeit begegnen. Es geht nicht um Höflichkeitsfloskeln, es geht um eine Haltung, um eine innere Haltung, eine Haltung, die man erstmal gewinnen muss.

Wie gewinnt man sie? Paulus hat da gleich im nächsten Vers eine klare Antwort: „Seid brennend im Geist, dient dem Herrn!“ Eine innere Haltung kann auch nur von innen kommen. Sie muss sozusagen aus der Seele kommen. Deswegen sagt Paulus: Lasst euch berühren vom Geist, von der Liebe Gottes. Wenn ihr in euch spürt, wie ihr bitter frustriert oder gar verächtlich gegenüber anderen Menschen werdet: Haltet inne, redet mit Christus im Gebet. Vielleicht spürt ihr dann, wie die Achtung und der Respekt zurückkommt und ihr zu einer lebendigen Antwort werdet auf diesen Satz: „Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor.“

Geht gesegnet und behütet in diesen Tag.

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm,
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Die Christen und der Messias

Symbolbild: Bibel

Kann der Wanderprediger Jesus von Nazareth also überhaupt der Messias gewesen sein? Unabhängig davon, ob der historische Jesus sich selbst für einen solchen hielt oder nicht – seine Jünger waren spätestens nach Ostern fest davon überzeugt. Denn so lautet das älteste Bekenntnis des Christentums: Jesus ist der Messias – oder mit dem griechischen Wort: Jesus ist der Christus. Dieses Bekenntnis ist so verwurzelt im Christentum, dass manche das Wort Christus schon für den Nachnamen Jesu von Nazareth halten. Dabei entsprach Jesus nicht einmal der gängigen Vorstellung von einem Messias. Er kam nicht mit Macht und Herrlichkeit daher, sondern im Gegenteil: Er zeigte sich in seiner Ohnmacht und Schwäche.

Die erstmalige Ankunft Jesu war noch nicht alles, das glaubten schon die ersten Christen. Das Friedensreich ist ja noch nicht da. Jesus komme wieder, sagten sie deshalb, „zu richten die Lebenden und die Toten“, so bekennen es Christen weltweit noch heute im Gottesdienst. „Maranata“, beten sie beim Abendmahl. Auf Deutsch: „Unser Herr, komm!“ Und deshalb ist der christliche Glaube an den Christus schon immer ein Mix von beidem gewesen: Er war schon da – und er kommt noch.

Beim ersten Mal kam er, die Sünden hinwegzunehmen, heißt es im Hebräerbrief (9,28). Beim zweiten Mal wird er diejenigen retten, die auf ihn hoffen. Im Jahreszyklus macht sich dieser Mix bemerkbar. Noch am Karfreitag ist das Bekenntnis des römischen Hauptmanns unterm Kreuz zu hören: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen“ (Markus 15,39). Aber schon in der Vorweihnachtszeit erwarten Christen erneut seine Ankunft.

Der Mystiker Bernhard von Clairvaux sprach sogar vom dreimaligen Kommen Jesu. Die erste Ankunft geschah in Demut: als Kind in der Krippe und als Christus am Kreuz. Die dritte Ankunft sei seine Wiederkehr in Herrlichkeit als Richter am Ende der Zeiten. Die mittlere Ankunft Christi aber, das sei die Gottesgeburt im Menschen.

Burkhard Weitz
Aus: „chrismon“, das Monatsmagazin der Evangelischen Kirche. www.chrismon.de

Gemeindehaus-Neubau – es ist geschafft!

Am 31.12.2019 war es soweit. Die letzten Raten für die Bezahlung des Gemeindehausneubaus der Stephanuskirche wurden überwiesen. Seitdem sind wir schuldenfrei. Wir haben etwas Außergewöhnliches geschafft. Innerhalb von 7 Jahren haben wir alle Darlehen für den Neubau zurückzahlen können. Dank Ihrer aller Hilfe! Denn für die außerplanmäßig hohen Rückzahlungen wurden alle Überschüsse/Einnahmen aus den Gemeindefesten, aus der Sparschwein-Aktion, aus dem Weinverkauf, aus den Verkäufen des Bastelkreises und all den anderen Aktionen in den 7 Jahren verwendet.

Vielen, vielen Dank dafür!

Was hat denn nun unser Gemeindehaus gekostet? Ich habe eine Aufstellung der Kosten und der Einnahmen gemacht:

Gesamtkosten inkl. Zinsen1.502.363,06 €
Diverse Zuschüsse / Unterstützungen832.573,00 €
Erlöse aus Grundstücksverkäufen und Aufnahme von 4 Darlehensverträgen440.000,00 €
Entnahme aus der Rücklage40.000,00 €
Eigenleistungen durch Gemeindeglieder20.310,72 €
Unterstützungen durch den Bastelkreis21.536,00 €
Erlöse aus den Gemeindefesten13.600,00 €
Zuwendungen aus der Kirchgeldaktion9.516,34 €
Erlöse aus dem Weinverkauf, Verkauf von Predigt-Heftchen, Verkauf von Dachziegeln, Altmetallaktion beim Abriss des alten Gemeindehauses und unsere Sparschweinaktion22.766,34 €
Spenden für den Neubau des Gemeindehauses102.060,66 €
Gesamtkosten1.502.363,06 €
./. Zuschüsse / Unterstützungen832.573,00 €
./. Finanzierungen und Grundstücksverkäufe440.000,00 €
./. Eigenleistungen/Spenden/Erlöse229.790,06 €
Restbetrag0,00 €

Wir sind schuldenfrei. Zeit zum Durchschnaufen. Zeit zum Luft holen. Zeit, um die Corona-Zeit gut zu überstehen. Aber auch Zeit, um Neues anzugehen.

Denn: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ (Spruch von Sepp Herberger-ehemaliger Nationaltrainer der Fußball-Weltmeistermannschaft von 1954).

Unser Kindergarten wird langsam zum „Problemfall“

Die Mängelliste wird immer länger. Eine Renovierung/Modernisierung/Generalsanierung ist immer unausweichlicher. Jedoch wurde bei einer Besichtigung des Baureferates der Landeskirche schnell klar, dass eine Renovierung unwirtschaftlich ist und daher ein Neubau die wahrscheinlichere Variante sein wird. Viele Gespräche sind bereits geführt, Zusagen für Fördergelder eingeholt und die Finanzierungsmöglichkeit der Gemeinde dem Landeskirchenamt vorgestellt worden. Sowohl vom Kirchenvorstand als auch von der Landeskirche wurden die finanziellen Rahmenbedingungen genehmigt. Jetzt geht es um die Planung. Mehrere Architekturbüros wurden angeschrieben.

Es geht voran

Unser größtes Ziel ist: Das Bringen und Abholen der Kinder von der vielbefahrenen Gebersdorfer Straße zum Dr.- Jürgen-Feldmeier-Weg hin und den Zugang somit hinter das Gemeindehaus zu verlagern. Ein ehrgeiziges Projekt haben wir erfolgreich mit Ihnen zusammen geschafft. Ein Neues liegt vor uns. Aber auch das werden wir mit Ihnen zusammen wieder gut schaffen! In regelmäßigen Abständen werden wir Sie über den aktuellen Stand des Projektes informieren.

Jürgen Staub, Kirchenpfleger

Das erste Gebot

Screenshot: www.facebook.com/landesbischof

Impuls des Landesbischofs

„Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“

So lautet das erste der Zehn Gebote in der Fassung Martin Luthers, und es ist zugleich das Gebot, von dem alle anderen Gebote ausgehen. Es geht bei den Zehn Geboten nicht um moralische Regeln, die man irgendwie aufgezwungen bekommen soll, oder die man befolgen muss, um ein guter Mensch zu sein, sondern es sind Orientierungen, die uns helfen sollen, gut zusammenzuleben. Sie sind verwurzelt in der Gottesbeziehung: „Ich bin der Herr, dein Gott.“

Es geht also um die Freiheit eines guten Lebens. Und dafür ist es entscheidend wichtig zu wissen, von wem diese Gebote kommen. Für mich ist Gott nicht irgendeine diffuse Kraft, sondern ein Du, bei dem ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Ein Gott, der nicht den Tod will, sondern das Leben, der nicht die Knechtschaft will, sondern die Freiheit. Der nicht Hass schürt, sondern Liebe wirbt, der nicht national vereinnahmt werden kann, sondern jeden Menschen geschaffen hat zu seinem Bild.

„Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“ Dieses Gebot ist deswegen so wichtig, weil der Name Gottes immer wieder so sehr missbraucht wird für die eigenmächtigen Zwecke des Menschen. Wer an Gott glaubt, der kann nicht andere Götter verehren wie die Nation, das Geld oder die Macht, sondern der glaubt an den Gott, der die Welt geschaffen hat und sich ihr und uns immer wieder von neuem in Liebe zuwendet. Von diesem Gott lasse ich mir das gerne sagen: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“

Geht gesegnet und behütet in diesen Tag.

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm,
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)