Rückblick Weihnachtsgottesdienste

Zusammen mit dem Familiengottesdienstteam und dem Rabenchor konnten wir dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zwei Familiengottesdienste an Heiligabend vor der Kirche feiern. Auch dieses Jahr mussten wir uns regelmäßig nach neuen Bestimmungen richten und unsere Pläne entsprechend anpassen. Glückliche Kinderaugen und stolze „Rabeneltern“ waren der Lohn für viele Stunden Vorbereitung.

Die Christmette fand in der von Florian Albert stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirche mit musikalischer Begleitung durch Familie Gebhardt statt.

Nachfolgende Bilder geben Ihnen einen Einblick in das Geschehen an Heiligabend rund um unsere Stephanuskirche.

Friedenslicht zum Mitnehmen

Friedenslicht auf dem Holzaltar der Stephanuskirche

In der Christmette gab es dieses Jahr für alle Besucherinnen und Besucher ein Friedenslicht zum mitnehmen. Auch wenn Sie keine Gelegenheit hatten, den Gottesdienst zu besuchen, können Sie sich das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause nehmen. Unsere Kirche ist natürlich auch über die Weihnachtsfeiertage für Sie geöffnet und lädt ein, die besondere Stimmung in der Stille wahrzunehmen. Unsere Krippe steht wie immer neben einem festlich geschmückten Gebersdorfer Weihnachtsbaum!

Mit dem Friedenslicht aus Bethlehem können Sie die Weihnachtsbotschaft symbolisch auch in Ihren Händen halten.
Auf der einen Seite im Lichtschein die Heilige Familie – eingebettet in ein tiefes beruhigendes Blau. Auf der anderen Seite in hellem Weiß das Wort „Friedenslicht“.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und gesegnete Weihnachtsfeiertage – bleiben Sie gesund!

Predigt zur Christmette

Von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter am 24.12.2021 in der Stephanuskirche in Gebersdorf

Krippe in der Stephanuskirche mit Maria, Josef, Jesuskind und den Hirten

Liebe Gemeinde,

Der Prophet Micha ist zunächst eher unbedeutend gewesen. Meist stand er im Schatten des großen Propheten Jesaja.
Aber einige Jahrhunderte nach seinem Tod gewinnt er plötzlich an Bedeutung, denn da entdeckten drei Sternendeuter am orientalischen Nachthimmel einen außergewöhnlichen Stern.
Für die Drei war schnell klar, dass diese Himmels-Erscheinung der Hinweis auf die Geburt eines großen Königs sein musste.
So machten sich die Astronomen auf einen langen Weg und fragten unter anderem beim König Herodes nach, ob er in seinem Regierungsgebiet von einer besonderen Geburt gehört hätte.
Herodes hatte keine Ahnung und wenn er eine gehabt hätte, wäre er den drei Weisen zuvorgekommen und hätte den Nebenbuhler schleunigst ausgeschaltet, was er nach einigen Wochen dann auch versuchte.
Doch die Gelehrten forschten weiter nach und fanden in den damals bekannten Heiligen Schriften die Stelle im Prophetenbuch des Micha, die uns heute als Predigttext vorliegt:

Du Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir kommen der, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“

Micha 5,1

In dem kleinen Dorf Bethlehem also – 20 Kilometer südwestlich von Jerusalem entfernt – Hier ist es geschehen. Die Geburt des Friedenskönigs!
Hier wurde Gott Mensch! Was für eine Botschaft!

 Die Gelehrten staunten damals nicht schlecht.
Auch sie hatten große Ehrfurcht, großen Respekt vor der Nähe Gottes.
Die Bibel schreibt, dass es stets Engel waren, die den Menschen die Furcht vor der Größe und Erhabenheit Gottes genommen haben.
So sprach der Engel Gabriel zu Maria:

Fürchte dich nicht, Gott hat Großes mit dir vor!

 Auch sprach der Engel Gabriel zu den Hirten auf dem Feld: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch große Freude! Euch ist heute der Heiland geboren!“

„Fürchtet euch nicht!“

So werden auch wir heute angesprochen von dem Geschehen in Bethlehem.
Wir können darüber nur staunen, dass sich aus einem eher unbedeutenden Geschehen in einem Stall, in einem kleinen Dorf, so Großes entwickelt hat.
Genau deshalb ist die Weihnachtsgeschichte wie Balsam für die Schwachen, die Unbedeutenden, die Enttäuschten, für die, die keine Hoffnung mehr haben.
Wer sich auf diese Weihnachts-Geschichte einlässt, darf staunen wie ein Kind, von dem wird nichts gefordert.

Die Starken, die Emsigen unter uns werden sich aber fragen: Na, wird das gut gehen? Werden wir da nicht von der Welt belächelt, wenn wir uns gemeinsam mit den einfachen Hirten vor der Krippe niederknien, ganz in Gedanken versunken, die ganze Bedrohlichkeit der Welt hinter uns lassend?
Und vielleicht noch singend:
Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu du mein Leben!

Liebe weihnachtliche Gemeinde,

ich bin der Überzeugung: an Weihnachten dürfen, ja sollen wir an der Krippe innehalten und über die Menschwerdung Gottes staunen.

 Martin Luther sagte:

„Willst du gewiss sein und Gott in seinem Wesen recht kennenlernen, so musst du unten anfangen, wie der Prophet es tut, dass du zuerst nach Bethlehem kommst!“

Für den Propheten Micha, der 800 Jahre vor Jesu Geburt gelebt hat, wäre so ein stiller Ort vor den Toren Jerusalems ein Traum gewesen – tobte doch damals im Land ein heftiger Krieg.

Und wie ist das mit dem Frieden bei uns?

Äußerlich gesehen, können wir in Deutschland – Gott sei Dank – von einer Friedenszeit reden, wenngleich die Spannungen in unserer Gesellschaft zurzeit an Fahrt aufnehmen.
Mag es daran liegen, dass uns innerer Halt und Zuversicht abhandengekommen sind?
Viele von uns werden im Arbeitsalltag oft bis an die Grenzen herausgefordert.
Dazu kommt noch die Pandemie mit täglich neuen Verhaltensregeln – das alles bringt Unruhe in unser Leben.
Am liebsten würden wir das alles endlich hinter uns lassen!
Weil wir momentan am eigenen Leib spüren, dass uns die äußere Sicherheit abhandenkommt, haben wir Sehnsucht nach innerem Halt, nach festen Werten, nach Geborgenheit.

Der Prophet Micha verheißt seinen Lesern ein sicheres Wohnen, ein Dach über dem Kopf, wenn er die Geburt dessen ankündigt, der ein Herrscher der besonderen Art sein wird:

„Der Verheißene aber wird auftreten und wird sie weiden in der Kraft des Herrn, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich und groß werden bis an die Enden der Erde. Und er wird der Friede sein!“

Micha 5,3 – 4a

Mit dem Friedenslicht aus Bethlehem halten Sie diese Weihnachtsbotschaft symbolisch auch in ihren Händen.
Auf der einen Seite im Lichtschein die Heilige Familie – eingebettet in ein tiefes beruhigendes Blau.

Auf der anderen Seite in hellem Weiß nur ein Wort: „Friedenslicht“. Nicht mehr, nicht weniger!
Das genügt erst einmal, um unsere Sehnsucht zu stillen.

Wer die Geburtskirche in Bethlehem besuchen möchte, der muss sich tief hinunterbeugen, um die Stelle zu sehen, an der die ersten Christen den Standort der Krippe vermuteten.
Vor einigen Jahrhunderten schon hat man aus Angst vor Plünderungen das Portal der Geburtskirche zugemauert und nur einen schmalen Gang gelassen.
Wer also heute zur Krippe kommen möchte, muss sich klein machen, muss im übertragenen Sinn Demut zeigen vor dem, der den inneren Frieden bringen wird.
Stolzes Gehabe hat an der Krippe nichts zu suchen.
Ja, wer sich in diesen Tagen auf den Weg zur Krippe macht, dem wird klar, dass sich Gott durch seine Menschwerdung in die tiefsten Abgründe unserer menschlichen Existenz begibt.

Dazu kommt noch, dass Jesus in Bethlehem Efrata geboren wird. Das heißt übersetzt. „Haus des Brotes“.

Wieder ein schönes Bild auch für uns.
Jesus gibt uns die Speise, die wir brauchen. Unseren Hunger nach Frieden, Liebe und Geborgenheit kann er stillen, wenn wir uns auf ihn einlassen.

Das kleine Bethlehem wird Großes hervorbringen!

Die drei Weisen haben den Prophezeiungen aus dem Micha Buch vertraut.
Zielstrebig sind Sie damals nach Bethlehem gezogen.

Ich wünsche uns allen, dass das Geschehen im kleinen Bethlehem auch für uns das bedeutendste Erlebnis in den kommenden Tagen, ja vielleicht sogar in unserem Leben wird.

Der Friede des Herrn, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus .

Amen.

Gabriele Edelmann-Richter, Pfarrerin

Gottesdienste an Weihnachten

Weihnachtlich beleuchtete Stephanuskirche Nürnberg Gebersdorf an der Christmette

Die Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef und dem Kind in der Krippe – jedes Jahr berührt sie uns aufs Neue. Auch wenn wir dieses Jahr noch mit Einschränkungen leben, bieten wir wieder ein vielfältiges Weihnachtsangebot in unserer Kirche an.

Mit den Hirten unterwegs zur Krippe

Familiengottesdienste für Groß und Klein
Beginn jeweils um 14:30 Uhr und 16:00 Uhr
Treffpunkt vor der Stephanuskirche

Zusammen mit dem Rabenchor und dem Familiengottesdienstteam begleiten wir die Hirten auf ihrem Weg zur Krippe. Jeder, der dahin kommen will, muss sich auf den Weg machen. Was bewegt uns heute und was hat die Hirten und alle anderen damals zur Krippe bewegt?
Der Gottesdienst wird vollständig im Freien vor der Kirche stattfinden. Jede und jeder ist herzlich eingeladen zu kommen! Bitte ziehen Sie sich dem Wetter entsprechend an. Mit dem tragen einer FFP2-Maske schützen Sie sich und alle anderen. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Christmette

Besinnliche Andacht in der weihnachtlich beleuchteten Kirche
Beginn dieses Jahr schon um 21:30 Uhr in der Stephanuskirche

Zutritt nur mit 3G-Nachweis und FFP2-Maske. Bitte planen Sie aufgrund der Einlasskontrollen mehr Zeit ein.

Krippenfiguren der Stephanuskirche mit Maria und Josef, Jesuskind, Sterndeutern und Schafen.

1. Weihnachtsfeiertag

Gemeinsamer Gottesdienst in der Thomaskirche Großreuth um 10:15 Uhr
Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske auch während des Gottesdienstes.

2. Weihnachtsfeiertag

Gemeinsamer Gottesdienst in unserer Stephanuskirche um 10:15 Uhr
Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske auch während des Gottesdienstes.

Weihnachten ist Party für Jesus!

Symbolbild: Maria und Josef als Holzfiguren vor einer Krippe

Mit diesem Zitat von D. Kallauch lädt die Thomaskirche alle Kinder und Eltern ein und auch wir möchten gerne dieses Angebot weitersagen:

An Weihnachten freuen wir uns darauf, dass Jesus geboren wird. Natürlich wollen wir gerne Geburtstag mit ihm feiern und uns gemeinsam mit anderen freuen, dass Gott ganz nah zu uns kommt.

Uns ist es sehr wichtig, dass ihr gesund bleibt und trotzdem Weihnachten feiern könnt. Darum haben wir uns überlegt, dass wir euch dieses Jahr mal ganz anders zum Krippenspiel in unsere Thomaskirche einladen. Das Krippenspiel-Team und das Musik-Team bereiten den Gottesdienst so vor, dass ihr ihn am Heiligen Abend ab 15 Uhr von eurem warmen Zuhause aus mit eurer Familie anschauen könnt.

Wenn ihr den Krippenspielgottesdienst anschaut, könnt ihr sehen, wie viele andere Familien dies auch tun. Das wichtigste ist, dass wir wissen, dass Jesus an diesem Abend zu uns nach Hause kommt.

Wir freuen uns auf euch und wünschen euch ein friedliches, fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest!

Eurer Krippenspiel-Team, Musik-Team und eure Pfarrerin Juliane Jung

Weihnachtsvorbereitungen

Die Reise unseres Christbaumes beginnt. Hier wird er gefällt und transportfähig gemacht.

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend

Haben Sie es sich zu Hause schon richtig weihnachtlich gemütlich gemacht? Lichterketten im Garten, Weihnachtsdekoration in der ganzen Wohnung und vielleicht schon Plätzchen nachgebacken, weil die ersten schon alle verputzt worden sind. Spätestens mit dem anzünden der vierten Kerze auf dem Adventskranz steigt die Vorfreude auf Heiligabend und auch die Vorbereitung unserer Gottesdienste in der Weihnachtszeit läuft auf Hochtouren.

Am Samstag haben wir unseren Christbaum für die Kirche gefällt – ein echter Gebersdorfer, genau genommen sogar zwei! Neben dem Baum für die Kirche haben wir auch wieder einen Baum VOR der Kirche. Diesen brauchen wir auch für unsere Familiengottesdienste an Heiligabend, die ja dieses Jahr im Freien stattfinden werden. Zum zweiten mal schon wurde uns dieser wieder von der Familie Siebenkäs gespendet. Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür von uns!

Ein unerwarteter Kraftakt

Wie jedes Jahr haben wir uns den Baum vorher angeschaut. Uns ist immer wichtig einen Baum auszuwählen, der sowieso gefällt werden würde. Seine Größe hat auch gut gepasst, wir haben nur die Dicke des Stamms und damit das Gewicht des Baumes deutlich unterschätzt. Die folgenden Bilder geben einen Einblick in den Transport und das anschließende Schmücken des Baumes:

Zur Stärkung gab es eine kleine Vesper von der Gemeinde, der Baum wurde noch befestigt, fertig geschmückt, beleuchtet und die Kirche besenrein hinterlassen.

Auch im Außenbereich haben wir dieses Jahr wieder mehrere Lichterketten anbringen können. Weihnachten kann kommen!

Danke an alle Beteiligten!

Einblick Adventsfenster

Auch dieses Jahr finden unsere Adventsfenster statt. Familien und Gruppen haben einen kurzen Impuls für Sie vorbereitet und zum Teil auch besinnliche oder weihnachtliche „Fenster“ gestaltet. Wir zeigen Ihnen hier einen kleinen Ausschnitt davon und würden uns freuen, wenn auch Sie in Ihrer Nachbarschaft ein Adventsfenster besuchen kommen! Veranstaltungsorte und alles weitere finden Sie auf dieser Seite.

Komm und sieh

Ein weihnachtliches Bodenbild in der Thomaskirche

Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens auf das Kommen unseres Heilands. Es ist einerseits eine dunkle Zeit, außen und auch immer wieder in uns.

Andererseits leuchten die Lichter nie heller in der Dunkelheit als in der Adventszeit. Überall sehen wir Lichterketten und Weihnachtsbäume – die Sehnsucht der Menschen nach dem Licht ist selten so sichtbar. Es ist eine Zeit des Wartens, dass wir dieses Licht erleben dürfen, spüren dürfen.

Mit dieser Sehnsucht nach Licht sind Sie eingeladen, in die offene Kirche zu kommen und das Advents- und Weihnachtsbild zu betrachten und zu bedenken. Kommen Sie, einfach so, mitten aus dem Alltag, nehmen Sie wahr, was in Ihrem Leben gerade ist und begegnen Sie Jesus, der als Kind in der Krippe zu finden ist. Und nehmen Sie etwas von der Begegnung mit nach Hause.

Ein Begleitblatt leitet Sie an, Sie können auch einen Text und ein Video zum Bodenbild anhören/ansehen (bringen Sie Ihr Smartphone mit), gleich vor Ort oder auch daheim.

Ab dem 15.12.2021 ist das Bild in der Thomaskirche vor den Stufen zum Altar aufgebaut und für Sie bereit.

MAK – Weihnachtskalender

Unsere Jugend der Thomas- und Stephanusgemeinde hat etwas tolles vorbereitet, was wir Ihnen nicht vorenthalten wollen!

Jeden Tag gibt es etwas zu Lesen / Hören / Sehen / Basteln für dich.

So wird jeder Tag im Advent einmalig!!

Und weil wir der MAK Thomas/Stephanus sind, geht unser Kalender auch etwas länger als die Standard Adventskalender.

Viel Spaß und Freude mit diesem Kalender!

Angedacht im Advent

An den vier Adventssonntagen sind Altar und Kanzel violett geschmückt. Denn Violett – so lernen es bereits unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden – ist die Farbe der Vorbereitung und der Besinnung, der Buße und der Umkehr.

Keine Frage: Im Horizont der Ewigkeit, wenn man sein Leben vor dem heiligen Gott bedenkt, dann kann man nicht bleiben, wie man ist! Dann muss man umkehren von verkehrten Wegen. Dann muss man zurückkehren von Irrwegen, in die man sich verrannt hat. Dann muss man rechtzeitig kehrt machen, bevor die Straße in die Sackgasse führt.

Noch ist Zeit dazu – besonders im Advent, in der Zeit vor dem großen Fest. Deshalb ruft der Umkehrprediger Johannes der Täufer: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ (Matthäus 3,2) – Zeit umzukehren in dem, was wir tun und lassen, in dem, wie wir reden und schweigen, und nicht zuletzt in dem, wie wir denken und urteilen.

Als Jesus, der Mann aus Nazareth, zum ersten Mal an die Öffentlichkeit tritt, nimmt er diesen Ruf des Täufers auf: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ (Matthäus 4,17). Dieselben Worte, jedoch noch einmal in einer ganz neuen Füllung und Bedeutung: Bei ihm ist es zuerst der Himmel selbst, der „umkehrt“. Nicht wir müssen „in den Himmel kommen“, sondern der Himmel kommt zu uns! Gott selbst macht sich auf den Weg zu uns. Er kommt uns nahe – so nah, dass es nicht mehr näher geht.

Und das ist dabei die große Überraschung: Der Himmel ist nicht nur die bedrohliche Heiligkeit Gottes, sondern auch seine menschenfreundliche, sich verschenkende Liebe. Ganz harmlos und fast zu übersehen kommt der Himmel daher, vor allem so verletzlich und angreifbar: In Person eines Kindes! Und nachher in der Gestalt eines einfachen Wanderpredigers, der hilft und heilt, sich aber selbst nicht helfen kann, als man ihm den Prozess macht. „Kehrt um!“ lautet seine Botschaft an uns, nach wie vor. Ändert euer Denken und eure Gesinnung! Stellt euch darauf ein, dass der Himmel zu euch kommt. Nicht ihr müsst die Welt heller machen, um einen Platz zu bekommen in der herrlichen neuen Welt Gottes, sondern das Licht kommt zu euch. „Kehrt um!“ Das heißt: Lasst euch beschenken! Stellt euch darauf ein! Gebt dem Licht Raum! Und Zeit, dass es unter euch leuchten kann!

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer der Thomaskirche, Matthias Jung