Ostermorgen

Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben. Das Licht von Ostern will auch unser Leben erhellen.

Osterfeuer vor der Stephanuskirche. Der Feuerschein ist ein Zeichen für den lebenden Jesus Christus.

Gemeinsam Ostern erleben

Trotz der kalten Nächte haben wir den Ostermorgen als Gottesdienst im Freien vor der Kirche im Schein des Osterfeuers und der Osterkerze feiern können. Wir freuen uns über Ihren Zuspruch, der uns auch Ihr Vertrauen in unser umfangreiches Hygienekonzept zeigt.

Wir sehnen uns nach Licht und Heil. Wir sehnen uns nach einem erfüllten Leben in Gottes Gegenwart

Der Herr ist auferstanden
Er ist wahrhaftig auferstanden!

Das Licht von Ostern erhellt unser Leben. Nicht Gewalt, Leid und Krankheit haben das letzte Wort über unser Leben, sondern am Ende steht das Wort des Lebens, das Gott zu uns spricht.

Das Licht von Ostern erhellt unser Leben, denn Gott wird abwischen alle Tränen und Gott gibt, was wir zum Leben im Lichte von Ostern brauchen. Er schenkt uns: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Das Licht von Ostern erhellt unser Leben. Wir können lieben und lassen uns lieben – nehmen und geben, weil wir keine Angst haben müssen zu kurz zu kommen, weil Gott uns unseren Lebenshunger stillt.

Das Licht von Ostern erhellt unser Leben, es verändert unsere Lebenserwartung. Selbst wenn wir sterben, erwartet uns das Leben.

Ostern ist zum Fest des Lebens geworden, weil Gottes Liebe stärker ist als der Tod. Ostern ist zum Fest der Freude geworden. Denn er, unser Herr ist auch jetzt in unserer Mitte gegenwärtig.

Einen Besuch wert

Unsere österlich geschmückte Kirche lädt auch außerhalb der Gottesdienste zum Verweilen und zum Nachdenken ein. Statten Sie ihr doch einfach die nächsten Tage einen Besuch ab und zünden Sie sich ein Licht an der neuen Osterkerze an! Am Nachmittag des Ostersonntags haben wir auch etwas für die Kinder, das selbst entdeckt werden kann.

Bitte tragen Sie zu Ihrer Sicherheit eine FFP2 Maske.

Von der Dunkelheit ins Licht

Osternachtsgottesdienst an der Stephanuskirche am 04. April 2021 um 5:30 Uhr

Leeres Kreuz auf einem Berg bei Sonnenaufgang - Symbolbild

Herzliche Einladung

Am Osterfeuer ankommen

Die Stille in der Dunkelheit wahrnehmen

Die Osterbotschaft mit Texten und Musik aufnehmen

Im Schein des Osterfeuers den Anbruch des neuen Tages erleben

Der Gottesdienst findet dieses Jahr ausschließlich vor der Kirche statt. Bitte tragen Sie den Temperaturen angepasste Kleidung. Gerne können wir Ihnen eine Sitzgelegenheit zur Verfügung stellen. Das Tragen einer FFP2-Maske ist auch im Freien auf dem Kirchengelände dauerhaft erforderlich.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Andachten und Gottesdienste in Rundfunk, Fernsehen und im Internet

Liebe Gemeindemitglieder, falls Sie in der Karwoche oder an den Osterfeiertagen, nach Gottesdienstübertragungen oder Sendebeiträgen in Rundfunk, Fernsehen oder im Internet suchen, möchten wir Ihnen gerne eine Übersicht zur Verfügung stellen.

Angebote im Hörfunk und Fernsehen

Symbolfoto zu Online Gottesdienste an Ostern
Foto: epd bild/Jens Schulze

Andachten und Gottesdienste im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen in Bayern unter Evangelisch-im-BR oder in der Mediathek des BR.

Neben den Gottesdiensten in der ARD und den Gottesdiensten im ZDF gibt es auch Angebote im Deutschlandfunk.

Die EKD hat eine Sammlung digitaler Gottesdienstangebote zusammengestellt, welche Bundesweit verfügbar sind.

Playlist aller bayerischen Gottesdienste im Livestream und als Video auf YouTube

Ostern feiern – zuhause

Eine Zusammenstellung der Fernseh-, Hörfunk- und Streamgottesdienste an Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag.

Themenbereich Ostern von Bayern-Evangelisch

Kreative Angebote und Gottesdienste aus verschiedenen Kirchenräumen

bietet die Website Evangelisch-Digital

Linktipps und Empfehlungen zu Ostern

Dossier „Ostern“ – mit über 100 Artikeln, Hintergrundinformationen, kreativen Ideen und historischen Erläuterungen

Stand: 26. März 2021

Weltuntergang? – Die Neuzeit bricht an!

Herzliche Einladung zum Literaturgottesdienst am 07. März 2021 in der Thomaskirche Großreuth um 10:15 Uhr

Symbolfoto Literaturgottesdienst

Detlev Hapke: So viel Spaß die Literaturgottesdienste mir machen, dieser wird wohl der letzte sein.

Gemeindeglied: Wie, du willst eine bewährte Tradition mir nichts, dir nichts aufgeben?

Detlev Hapke: Ich bin dankbar, dass es den Gottesdienst gibt. Dies ist der siebente. Gerade unter Corona-Bedingungen merke ich aber, dass ich älter werde, alt bin…

Gemeindeglied: …na, übertreib mal nicht!…

Detlev Hapke: …mit Krankheit ist zu rechnen. Als ich in diesem Sommer plötzlich zwei Wochen in der Klinik behandelt werden musste, waren mehrere Termine abzusa-gen. Das verursacht Probleme und verlangt den Betroffenen riesige Flexibilität ab.

Gemeindeglied: Aber zum Glück gibt es ja am 07. März noch einen Literaturgottesdienst. Welches Buch ist denn dran?

Detlev Hapke: Ich hab‘ mir gedacht, zum Abschluss möchte ich eine Geschichte zum Wohlfühlen präsentieren. Meine Wahl fiel auf Geschenkt von DANIEL GLATTAUER, er ist ein österreichischer Autor.

Gemeindeglied: Kannst du andeuten, worum es sich handelt?

Detlev Hapke: Ein herunter gekommener Journalist, zuständig für Soziales und Kurznotizen vom Tage des Gratis-Blattes eines Handelskonzerns, macht auf eine Obdachlosen-Schlafstätte aufmerksam, der die Subventionen gekürzt wurden. Die ehrenamtlichen Betreiber werden viele ihrer Klienten abweisen müssen. In der Einrichtung geht eine Spende von 10.000,- € ein. Seine Notiz ist beigefügt.

Gemeindeglied: Klingt nach einer Art Märchen.

Detlev Hapke: Stimmt. Nicht nur gehen im Verlauf des Romans weitere Spenden nach Hinweisen aus seiner Feder ein; sein Leben selbst nimmt die eine und andere `märchenhafte‘ Wendung, mit der er, ‘fauler Hund‘, dem nichts wirklich wichtig ist, und ‘Bier-weit-über-den-Durst-Trinker‘, nicht mehr rechnete.

Gemeindeglied: Es gibt ein Happy End?

Detlev Hapke: Genau. Eigentlich sogar mehrere.

Anmerkung: Das Gespräch fand so nie statt. Das hat es mit Literatur gemein. Trotzdem ist es ‚wahr‘, sofern es eine realistische Möglichkeit plausibel thematisiert.

Detlev Hapke, Pfarrer

Liebe und Schmerz – Gottesdienste am Valentinstag


Der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenläden: Ursprünglich geht der Tag auf den Bischof und Märtyrer Valentin im italienischen Terni zurück, der als Patron der Bienenzüchter, der Verliebten und der Brautleute galt. Als Fest der Jugend und der Liebenden wurde der 14. Februar schon seit dem späten 14. Jahrhundert in Frankreich und England gefeiert. Danach breitete sich der Brauch in ganz Europa aus und kam durch Auswanderer auch nach Amerika. In Deutschland wurde der Valentinstag in den vergangenen Jahren auch von immer mehr evangelischen Kirchengemeinden entdeckt.
Viele Kirchengemeinden laden zu Segnungsgottesdiensten ein – sie lassen sich finden über die Webseite: www.valentinstag-evangelisch.de.
Für Gläubige, die keinen Segnungsgottesdienst vor Ort besuchen können, stehen mehrere Gottesdienstübertragungen zur Verfügung.

Ökumenischer Online-Gottesdienst zum Valentinstag mit Chat 

Zu einem ökumenischen Online-Segnungsgottesdienst mit Live-Chat aus der Münchner St. Markuskirche laden Gemeindereferent Michael Kafka (kath.) und das evangelische Pfarrersehepaar Irene Geiger-Schaller und Karsten Schaller am Sonntag um 18 Uhr ein.
Die musikalische Gestaltung übernehmen die Musikerinnen Elisabeth Niggl an der Panflöte und Ina Rößler am Piano. 

Veranstaltet wird dieser Gottesdienst gemeinsam von der Fachstelle für Ehe- und Familienpastoral der Erzdiözese München und Freising und der evangelischen Segen. Servicestelle für Taufe, Trauung, Bestattung & mehr. Alle Infos zum Mitfeiern an diesem Gottesdienst finden sich unter segen.bayern-evangelisch.de.

Fernsehgottesdienst im Bayerischen Fernsehen zum Thema „Schmerz“ 

Für viele Menschen ist der Valentinstag die Gelegenheit, ihre große Liebe zu feiern, so Pfarrerin Melitta Müller-Hansen, der Predigerin im Fernsehgottesdienst des Bayerischen Fernsehens am 14. Februar um 10.15 Uhr aus der Münchner St. Johanneskirche. Doch für andere Menschen ist der Valentinstag ein Tag des Schmerzes, weil die Liebe zerbrochen ist, der Partner verstorben ist. Das Thema des Schmerzes steht im Zentrum des Fernsehgottesdienstes. Der Sonntag vor der Passionszeit „bietet die Gelegenheit, den Schmerz miteinander zu teilen, der uns alle miteinander begleitet seit einem Jahr“, so Müller-Hansen. Denn der Schmerz ist ein lebenslanger Begleiter. In Zeiten der Pandemie vervielfacht er sich. Zum körperlichen Schmerz kommt der seelische hinzu. Die Psalmen der Bibel haben diesem Schmerz eine universale Sprache gegeben, für Körper und Seele. Und im Bild von Jesus als Arzt, wie die Evangelien und das frühe Christentum es kennen, bekommt der Schmerz des Menschen eine Adresse. 

Pressemitteilung der ELKB

Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter

Die Hochzeit zu Kana

Predigt zu Joh. 2, 1-11 am 2. Sonntag nach Epiphanias
von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter

Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext steht im Johannes-Evangelium. Sie haben ihn vorhin bei der Evangeliumslesung schon gehört.

Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.
Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht’s dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter spricht zu den Dienern „Was er euch sagt, das tut“.
Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte und in jeden gingen zwei oder drei Maße.
Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm.
Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten -, ruft der Speisemeister den Bräutigam
und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten.
Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Das Szenario: Eine Hochzeitsfeier ist in vollem Gang und der Wein droht auszugehen. Wirklich oberpeinlich für den Gastgeber!
Doch der Gastgeber, der Bräutigam, hat Glück.
Jesus hilft ihm aus der Patsche, er verwandelt das Wasser in den Krügen zu Wein, sechs Krüge a zwei oder drei Maße, das sind ungefähr 600 Liter bester Wein. 

Fast jeder kennt diese Geschichte aus der Bibel. Es ist eine der bekanntesten Wundergeschichten.

Doch worum geht es hier eigentlich genau? Geht es nur darum zu zeigen, dass Jesus Wunder tun kann? Oder geht es um weit mehr als das?

Am Ende heißt es: „Das war das erste Zeichen, das Jesus tat – und er offenbarte seine Herrlichkeit.“
Aha – Die Herrlichkeit Gottes auf Erden! – darum geht es also in dieser Geschichte vom Weinwunder, es geht um das Licht Gottes, das in Jesus Christus zu uns gekommen ist. Deshalb ist dieser Predigttext auch für die Epiphanias Zeit ausgewählt worden, die Zeit im Kirchenjahr, in der es um die Erscheinung Gottes in der Welt geht. 
„Das war das erste Zeichen, das Jesus tat“, sagt der Evangelist. Das Weinwunder war also mehr als ein spektakuläres Kunststück, das alle bewundern sollten. Es war ein Zeichen, das für etwas steht, eine Art Wegweiser, der in eine Richtung zeigen will, zu etwas Größerem hin, etwas Wichtigerem als Wein für eine Hochzeit.
Jesus ließ die Menschen durch dieses Zeichen ein Stück des Himmels sehen, ein Stück göttlicher Liebe, Macht und Kraft – er offenbarte seine Identität:
Er war der Sohn des lebendigen Gottes! –  nicht nur der Sohn des Zimmermanns Josef aus Nazareth.
Deshalb ist es so eine schöne Geschichte, dieses Weinwunder von Kana. Denn die Botschaft scheint klar: Gott ist mit seiner Herrlichkeit mitten unter uns – und hilft uns in unseren Nöten, egal, worum es geht.

Wenn wir aber noch einmal genau auf den Text schauen, stellen wir fest, dass sich Jesus zunächst gar nicht offenbaren wollte; ja, dass er sich geradezu weigerte, einzugreifen. Sehen wir auf den Dialog mit seiner Mutter Maria. Sie, die gesehen hatte, dass der Wein ausgeht – und die wusste, wer Jesus war und was er vermochte, spricht ihn an: „Sie haben keinen Wein mehr!“ Die ungesagte Botschaft dahinter lautet: „Sohn, mach doch was!“
Doch was antwortet ihr Sohn darauf?
„Was geht’s dich an, Frau, was ich tue: Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“
Jesus weist sie deutlich zurück. In Luthers Übersetzung klingt es wirklich schroff.
Aus heutiger Sicht geht das gar nicht. Ein unmögliches Verhalten!

Weder Maria noch das Problem, das sie anspricht, scheinen Jesus zunächst zu interessieren.
In diesem Moment leuchtete noch nichts von der Herrlichkeit Gottes auf Erden auf.
Doch dann fügt Jesus seiner Abweisung eine interessante Anmerkung hinzu, die für das Verständnis seiner Reaktion sehr wichtig ist. Er sagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen!“
Was meinte er damit? Wollte er mit dieser Ansage Maria auf später vertrösten, auf später am Tag?  Wohl kaum.

Wenn man das Johannes-Evangelium aufmerksam liest, fällt auf, dass der Evangelist diesen Begriff öfter gebraucht, dass Jesus öfter von seiner Stunde redet, die „kommt“ oder später dann „gekommen ist“.
Wenn Jesus von seiner Stunde redet, meint er damit die Zeit, in der sich sein göttlicher Auftrag erfüllt. Der Auftrag, nach Jerusalem zu gehen, um am Kreuz das Leid und die Schuld aller Menschen auf sich zu nehmen und durch sein Sterben die Menschheit zu erlösen. Und der Auftrag, dem Tode die Macht zu nehmen – und in der Auferstehung die Herrlichkeit Gottes in Kraft zu offenbaren.

Und diese Zeit, diese Stunde Jesu, war am Tag der Hochzeit zu Kana noch nicht gekommen.

 Als Maria ihren Sohn auf den fehlenden Wein ansprach, stand der erst ganz am Anfang dieses schweren Weges, den er gehen sollte.
Vielleicht reagierte Jesus deshalb so schroff auf seine Mutter.  Weil im Vergleich zu dem Großen, was vor ihm lag, dieses Weinproblem nun wirklich uninteressant war.
Jesus war nicht für solche Kleinigkeiten von Gott gesandt, nicht, um punktuell Heilung zu bringen oder im Bedarfsfall Probleme zu lösen.

 Jesus Christus war von Gott gesandt, um das Ganze zu heilen, um alles zu überwinden, was uns Geschöpfe von unserem Schöpfer trennt, wirklich alles, bis hin zu unserer Endlichkeit – und uns wieder zu vereinen und zu versöhnen mit unserem himmlischen Vater!

Warum Jesus sich dann schließlich um das Weinproblem kümmerte – und die Wasserkrüge füllen ließ, wissen wir nicht.

Maria, seine Mutter, hoffte auf seine Barmherzigkeit.
„Was immer er euch sagt, das tut!“, sagte sie zu den Dienern.

 Und so setzte Jesus ein Zeichen: Das Wasser wurde zu Wein. 
 Es war das erste Zeichen von vielen, die folgten, um deutlich zu machen, dass bei Gott nichts unmöglich ist – und er alles vermag. Ein Zeichen, das auf den Gesalbten, den Sohn Gottes, hinwies, nicht mehr und nicht weniger.
Solch ein Zeichen Gottes kann auch uns Mut machen, aber es kann nicht die einzige Grundlage unseres Glaubens sein, dann würden wir scheitern.

Wie gerne hätten wir in der momentanen Zeit ein klares Zeichen der Hoffnung. Zumindest einen festen Zeitpunkt in der nahen Zukunft, an dem wir mit dem Ende der Pandemie rechnen können.
Aber so einfach ist das leider nicht.
Uns bleibt nur das Vertrauen darauf, dass der, der vor 2000 Jahren Wunder getan hat, unserem Leben das Fundament gibt, auf dem wir sicher stehen können.
Die Zeichen, die er gab, dienen dazu, unseren Glauben daran zu stärken, dass Gott da ist und Interesse an uns hat. 

In den vergangenen Wochen hörte ich in vielen Gesprächen häufig von negativen Erlebnissen, von Frust, von Verzweiflung, von Aussichtslosigkeit.

Dem können wir entgegenwirken:
Psychologen lassen ihre Patienten aufschreiben, was sie über den Tag hinweg Gutes erlebt haben. Jedem schlechten Erlebnis müssen die Patienten ein gutes Erlebnis gegenüberstellen.
Das müssen keine spektakulären Ereignisse sein. Auch Kleinigkeiten können unser Herz erfreuen!
Freude über das pfiffige Verhalten des Enkels oder Freude über den Anruf einer alten Freundin!

 Ich bin mir sicher: Wenn wir uns aufmachen, nach Zeichen Gottes in unserem Leben und um uns herum zu suchen, werden wir fündig.
Dazu braucht es einen Moment der Stille, ein offenes Herz!
Dann finden wir Gott, der da ist, auch in unserem Leben, mit seiner Liebe, mit seinem Licht!

 Sollte das nicht gleich gelingen, so wollen wir Gott darum bitten, dass er uns wachrüttelt aus der Lethargie,
dass er uns die Augen öffnet für die schönen Dinge im Leben,
damit wir uns freuen können und spüren, wie lebendig unser Gott ist!

Amen

Bitte ziehen Sie sich warm an!

Symbolfoto: Stapel von Decken und Schals

Aufgrund der allgemeinen Anforderungen in Corona-Zeiten ist es uns dieses Jahr nicht möglich, die Gottesdienste in unserem gut geheizten Gemeindehaus zu feiern. Die Sitzabstände müssen sehr groß gewählt werden, wenn wir unser zurückhaltendes, gelegentliches Singen beibehalten wollen – was wir hoffentlich bald wieder dürfen! Außerdem ist das Luftvolumen in den Räumen deutlich kleiner als in unserer Kirche.

Kein Gottesdienst im Gemeindehaus

Aus diesem Grund hat sich der Kirchenvorstand dazu entschlossen, die Gottesdienste dieses Jahr durchgehend, also auch in der Winterzeit, in unserer Kirche stattfinden zu lassen. Allerdings können wir unsere Kirche nicht auf Wohlfühltemperatur heizen. Bei einer niedrigen Innentemperatur ist in der Raumluft nur wenig Wasser vorhanden. Wird die Luft nun erwärmt, sinkt die sogenannte relative Luftfeuchtigkeit in einen sehr niedrigen Bereich ab und es könnten erhebliche Schäden an der Orgel und anderen Kunstwerken entstehen.

Unser Orgelbauer rät uns daher zu einem planvollen und behutsamen Aufheizen. Die Luft wird dabei nicht so stark ausgetrocknet. Das bedeutet, die Temperatur sollte pro Stunde nur um 1° C steigen und die Maximaltemperatur sollte im Bereich von 13° C liegen sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 45-65% aufweisen.

Da warme Luft nach oben steigt, ist es im oberen Bereich des Kirchenraums, in dem sich auch unsere Orgel befindet, deutlich wärmer als in den Bankreihen. Der Unterschied kann mehrere Grad betragen. Für das Instrument ist es wichtig, dass sich das Orgelinnere langsam erwärmen kann und dadurch keine Temperaturunterschiede zur Orgelaußenseite (Prospekt) entstehen.
Durch das Heizen entsteht außerdem Zugluft, welche eine starke Verschmutzung der Orgel verursacht.

Gradgenaues Heizen unmöglich

Durch die im Einsatz befindliche Heiztechnik (Bankheizung) ist es sehr schwierig und zeitaufwändig, den Kirchenraum den Empfehlungen entsprechend zu beheizen. In der Vergangenheit haben wir das leider oftmals nicht so genau genommen – oder man wusste es auch noch nicht besser. Dadurch sind uns Sanierungskosten für die Orgel und das Mauerwerk in nicht unerheblichem Umfang entstanden. Als Konsequenz hieraus haben wir die Gottesdienste in den kalten Wintermonaten in das Gemeindehaus verlegt – und so zudem noch die Umwelt und unseren Geldbeutel durch einen geringeren Energieverbrauch geschont.

Unsere Bitte daher dieses Jahr an Sie:
Lassen Sie uns miteinander Gottesdienst feiern – aber kommen Sie warm angezogen. Es gibt ja bekanntlich kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung!

Herzliche Einladung zum Altjahresabend

Hand mit Wunderkerze und Einladungstext zum Gottesdienst am Altjahresabend in der Stephanuskirche.

Noch einmal innehalten vor dem Jahreswechsel. Zurückschauen auf das vergangene Jahr und Gottes Segen für das kommende Jahr erbitten.

Das wollen wir gemeinsam mit Pfarrer Martin Backhouse in der Stephanuskirche tun. Um 15 Uhr beginnt der Gottesdienst. Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaates Bayern ist eine Anmeldung für alle Gottesdienste im Zeitraum von 24.-31. Dezember 2020 notwendig. Eine Anmeldung ist ganz einfach online möglich. Für eine kostenfreie Buchung bitte einfach auf den Link klicken, Sie werden dann zur Reservierungsseite weitergeleitet.

Thomaskirche

Hier findet sich das Angebot in der Thomaskirche – auch dazu sind Sie ganz herzlich eingeladen!

Online-Weihnachtsgottesdienst – Herzliche Einladung!

Die Gemeinden Stephanus und Thomas haben gemeinsam für alle, die dieses Jahr nicht persönlich einen Gottesdienst besuchen wollen, eine Aufzeichnung des Weihnachtsgottesdienstes vorbereitet (in drei verschiedenen Bildqualitäten):

Weihnachtsgottesdienst (1080p – ca. 270 MB)

Weihnachtsgottesdienst (720p – ca. 170 MB)

Weihnachtsgottesdienst (360p – ca. 70 MB)

Mitwirkende:

  • Thomas-Chor (Ich steh an deiner Krippe hier, Stille Nacht)
  • Peter Memmert (Lesung)
  • Maximilian Staub, David Guckenberger (Tochter Zion)
  • Sebastian Staub (Stille Nacht)
  • Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter (Predigt)
  • Markus Koppenmeier, Karin Kimpan (Aufnahme, Zusammenstellung)

Verwendete Quellen:

  • Bilder: www.medienarche.de
  • Glockenläuten: www.salamisound.de
  • weitere Posaunen: Posaunenchorverband