Die Stille, die Liebe und ein leeres Herz…

Brennende Kerze in der Dunkelheit

„Wir brauchen die Stille, um diese Worte zu verstehen und in die Tat umzusetzen! Wenn wir aufgescheucht und beunruhigt sind, haben wir beliebig viele Argumente und Gründe, nicht ohne weiteres zu verzeihen und zu lieben. Wenn wir aber „unsere Seele in Frieden und Stille“ bewahren, verflüchtigen sich diese Gründe. Vielleicht meiden wir manchmal auch deshalb die Stille und ziehen ihr den erstbesten Lärm, Worte oder Zerstreuungen vor, weil der innere Friede ein Risiko birgt: Er macht uns leer und arm, er zersetzt Bitterkeit und Auflehnung und er führt uns zur Selbsthingabe. Ist unser Herz still und leer, zieht der Heilige Geist in es ein, erfüllt er es mit bedingungsloser Liebe. Unmerklich, aber unaufhaltsam führt die Stille uns dazu zu lieben.“

Communauté de Taizé


Wir stehen bald am Anfang der Passionszeit. Nehmen wir die Einladung der Gemeinschaft von Taizé an, leeren wir unser Herz und gehen mit IHM gemeinsam den Weg gen Ostern und empfangen wir seine Liebe.


Jesus Christus sagte:

„Dies ist mein Gebot: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Johannes 15,12

Peter Memmert

Friedensgebet für die Ukraine

von Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der evang.- luth. Kirche in Bayern

Hände zum Gebet gefaltet in einer Kirche

Ewiger Gott,

vor Dich bringen wir an diesem Tag unsere Fassungslosigkeit, unsere Trauer und unseren Zorn. Die diplomatischen Bemühungen, auf die wir so gehofft hatten, haben nicht zum Ziel geführt. Die Sprache der brutalen Gewalt gibt jetzt den Ton an. Der Machthunger hat die Oberhand behalten gegenüber der Vernunft.

Sei Du jetzt bei den Menschen in der Ukraine, die durch die Gewalt der Waffen in Not und Gefahr sind. Lass sie spüren, dass überall auf der Welt Menschen für sie beten.

Sende Du Deinen Geist in die Herzen derer, die verantwortlich sind für aggressive Gewalt. Lass sie erkennen, dass durch die Gewalt alle verlieren. Öffne ihre Herzen, dass sie sich anrühren lassen von dem leid, dass ihre Gewalt verursacht.

Sei bei denen, die jetzt politische Verantwortung tragen und die richtigen Entscheidungen zu treffen haben. Öffne Wege, der militärischen Gewalt die Klarheit in der Verurteilung des Unrechts, wirksame Gegenmaßnahmen und eine Deeskalation der Gewalt entgegenzustellen.

In uns allen stärke das, was die Basis unseres Lebens ist: Stärke unseren Glauben. Stärke unsere Hoffnung. Stärke unsere Liebe.

Auf dich vertrauen wir – auch jetzt.

AMEN

Angedacht zur Jahreslosung

Ausschnitt Acryl zur Jahreslosung 2022.
Acryl von U. Wilke-Müller © GemeindebriefDruckerei.de – Ausschnitt

Die ersten vier Wochen des Jahres sind wie im Flug vergangen. Hoffentlich können Sie noch von den guten Wünschen zehren, die Ihnen zum Jahreswechsel zugesprochen wurden.

Und doch, wenn wir ehrlich sind, ahnen wir schon, dass auch in diesem Jahr Stolpersteine auf unserem Weg liegen werden. Der eine springt mit einem Gefühl von Leichtigkeit drüber, die andere fällt fürchterlich und mag nicht mehr aufstehen. Oftmals verbergen sich unter den Stolpersteinen Abweisung und Beleidigung.  Am Arbeitsplatz geht es nicht so voran, wie man es sich wünscht. Die Coronaregeln entzweien ganze Familien. Der Freund will plötzlich nichts mehr von einem wissen.

Wem kann man da noch vertrauen? Der Evangelist Johannes hat in seinem Evangelium ein Jesuswort aufgegriffen, das auf diese Frage eine klare Antwort gibt.

Jesus Christus spricht:

„Wer zu mir kommt,
den werde ich nicht abweisen!“

Acrylgemälde zur Jahreslosung 2022. Jesus Christus spricht:
„Wer zu mir kommt,
den werde ich nicht abweisen!“
Acryl von U. Wilke-Müller © GemeindebriefDruckerei.de

Gott sei Dank, kann man da nur sagen. Die Jahreslosung für 2022 verspricht uns, dass uns Jesus Christus Türen öffnet, die uns neue Wege aufzeigen. Bei ihm müssen wir uns nicht ausweisen, damit er uns glaubt, wer wir sind. Bei ihm müssen wir nicht ständig beweisen, wie gut und unentbehrlich wir sind. Er weist uns auch dann nicht ab, wenn wir uns irren oder Fehler machen.

Jesus Christus kennt unsere Wege. Er weist uns seine Liebe zu, er zeigt uns, was wir zum Leben brauchen.  Er erweist sich für uns als Segen. Darauf können wir gerne angewiesen sein!

Ihre Pfarrerin der Stephanuskirche
Gabriele Edelmann-Richter