Predigt zur Jahreslosung 2022

Von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter am 01.01.2022 in der Stephanuskirche in Gebersdorf

Lesezeichen mit Jahreslosung 2022 - Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Johannes 6,37.
In der Mitte ist eine Art Amulett mit einer Abendmahlsszene und den Worten Ich bin bei euch.

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Jesus Christus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“

Johannes 6,37

Was für eine Jahreslosung! Treffender könnte sie nicht sein!

Haben doch viele von uns in den vergangenen Monaten Abweisung erfahren. Gemeindemitglieder erzählten mir vor allem von der schwierigen Situation in den Krankenhäusern und in den Seniorenheimen.  Aber auch die verschärften Einlassbedingungen zu den Gasthäusern, der Zugang zu Konzerten und nicht zuletzt das komplette Zuschauerverbot für die Sportstadien.
Ganz zu schweigen von den harten Einschränkungen in unseren Kirchen und Gemeindehäusern.
Da tut es gut, so ein Wort, wie unsere Jahreslosung zu hören.

Jesus wurde oft aufgrund seiner deutlichen Worte von vielen seiner Zeitgenossen abgelehnt und von anderen nur aufgrund seiner materiellen Gabe gesucht. Aber er ließ sich nicht zum einfachen Brotkönig machen, es ging ihm nicht um bloße Wunscherfüllung.
Er wollte mit seinem Wort und seinem Sakrament Brot des Lebens sein, das nachhaltig satt und zufrieden macht.

Jesus ist offen für alle Menschen.

Das ist die gute Nachricht für 2022!
Jesus empfängt alle mit offenen Armen: diejenigen, die sich bei ihm sicher fühlen, aber auch die, die noch auf der Suche sind oder die, die von Jesus erstmal gar nichts erwarten.
Ich werfe hierzu einen Blick in unsere 3 Gemeinden: Stephanus, Thomas und Heilig Kreuz.
Bei vielen Aktionen wird eine prima Arbeit geleistet. Es gibt neue und zündende Ideen und doch können wir überall beobachten, dass sich viele hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter verausgaben, ja, dass sie bis zum Limit arbeiten und dann leider feststellen müssen, dass es immer dieselben sind, die kommen, die sich auf die offenen Kirchentüren hinbewegen.
In unseren Kirchenvorständen wird oft heiß diskutiert, was man noch besser machen könnte. Aber unterm Strich müssen wir gestehen, dass es nicht an uns liegt, ob die Menschen der Einladung Jesu folgen.
Wir würden uns ja total überschätzen, wenn wir für den Glauben an Gott die alleinige Verantwortung tragen wollten.

Manche von uns kommen erschöpft an der Schwelle von der alten zur neuen Zeit an. Weil ein wirklich anstrengendes Jahr hinter uns liegt.
Viele Monate voller Einschränkungen und Sorgen im Alltag … für die allermeisten einfach keine gute Zeit.

Wir brauchen Hoffnung!

Die Hoffnung, dass 2022 das Leben wieder besser weiter geht. Unbeschwerter. In Frieden und Sicherheit – weltweit. Und dass endlich wieder dauerhaft Nähe zwischen den Menschen möglich ist.

Auch für unsere Gottesdienste ist das eine schöne Vorstellung: Wieder von Herzen miteinander singen und im großen Kreis das Abendmahl feiern. In unseren Gemeindehäusern unbeschwert beisammen sein.

Aber, was gibt uns Sicherheit an dieser Schwelle zum neuen Jahr?

Die meisten Menschen hoffen auf den unermüdlichen Forschergeist der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie hoffen auf Fortschritte und Neuentdeckungen in der Medizin. Auf Weitsicht und Umsicht in der Politik. Und sicher auch auf eine Portion Glück.

Wir Christinnen und Christen hoffen das auch. Aber wir hoffen dazu noch anderes. Wir hoffen auf mehr als das, was Menschen tun können oder was sich zufällig ergibt. Wir hoffen auf Gott. Wir hoffen und vertrauen darauf, dass er unsere Zeit in seinen Händen hält.
Und so beginnen wir das neue Jahr in Gottes Namen. Als Eingangslied haben wir gesungen: Jesus soll die Losung sein!

Und nun gibt es heute auch noch, an der Schwelle zum neuen Jahr, einen Satz, der unheimlich guttut. Ein Wort Jesu. Er spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Eines ist uns allen aber auch klar: Um Hilfe zu bitten ist nicht leicht.
In der Bibel stehen viele Geschichten, in denen Menschen Jesus um seine Hilfe bitten. In den unterschiedlichsten Situationen, manchmal auf umständliche Art und Weise.
Einmal kommt zu Jesus ein römischer Hauptmann. Einer, der sonst die Befehle gibt. Er kennt es nicht anders, als dass erfüllt wird, was er befiehlt. Dieser Hauptmann bittet für seinen Knecht, um den er sich Sorgen macht. Doch Umstände machen will er nicht: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ (Matth. 8,8)
Klein macht sich hier der mächtige Hauptmann. Doch große Hoffnung setzt er auf den, der retten kann.
Leicht hätte Jesus hier sagen können: Für Heiden bin ich nicht zuständig. Doch Jesus hilft!

Ich denke auch an die Erzählung von der Mutter aus Syrophönizien. Sie spürt Jesus auf, als er selbst Ruhe braucht. Sie wirft sich ihm buchstäblich vor die Füße. Und als er sie beinahe wegschicken will, legt sie jeden Stolz ab: „Wie die Hunde von den Krümeln satt werden, die vom Tisch der Herren fallen, so kannst du auch mir helfen.“ Diese unfassbaren Worte sagt sie. Und lässt nicht locker. „So lass doch bitte auch für mich und mein Kind etwas von deinem Heil übrig. Ein paar Krümel deiner Gnade werden reichen!“ Auch hier geschieht es: Jesus hilft!

Niemand, der zu Jesus kommt, bleibt vor verschlossener Tür stehen. Niemand muss ohne Antwort weitergehen.
Niemand wird allein gelassen
– mit dem Anliegen, das ihm unter den Nägeln brennt
– mit der Frage, die ihr auf der Seele liegt
– mit der Bitte, die keinen Aufschub mehr duldet.
Weil Jesus lebendig ist. Weil er es versprochen hat:

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

In beiden Erzählungen waren Hilfe und Rettung nicht selbstverständlich.
Doch Jesus hat die bekannten Grenzen einfach überwunden.  Er hat den Mut und den festen Glauben der Bittenden geschätzt.
Jesus kannte das selbst auch: Immer wieder gab es Situationen in seinem Leben, in denen er von den Menschen nicht angenommen wurde:
Schon in Bethlehem hatte es begonnen. Kurz vor seiner Geburt, noch im Mutterleib, gab es keinen Raum in einer Herberge für die werdenden Eltern.
Und die ersten Jahre verbrachte die kleine Familie im ägyptischen Exil, weil von Herodes verfolgt.
Später wurde Jesus in Samaria abgewiesen. Man hat ihn aus der Stadt gedrängt und hätte ihn beinahe getötet. „Was maßt sich dieser Mann an?“, haben die Führenden immer wieder gefragt. „Der Messias kann so einer jedenfalls nicht sein.“

Doch nicht einmal die, die ihn abgewiesen haben, gibt Jesus auf.
Er betet vielmehr noch auf seiner letzten irdischen Station für die, die ihn ans Kreuz brachten: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Das macht uns sprachlos.

Jesu Liebe ist einfach unermesslich.

Gute Aussichten also für das Jahr 2022:
Jeder, der möchte, wird von Jesus angenommen, wenn er den Mut hat, sich auf den Weg zu machen.
Seine Zusage gilt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. 

Amen.

Gabriele Edelmann-Richter, Pfarrerin

Jesus lädt zu sich und Gott ein

Jahreslosung 2022: Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Johannes 6,37)


„Draußen vor der Tür“, heißt das Theaterstück, das Wolfgang Borchert im Herbst 1946 geschrieben hat. Ein junger Mann namens Beckmann kehrt zurück nach Deutschland. Beckmann war im Zweiten Weltkrieg Soldat, dann in russischer Gefangenschaft. Von alledem schwer gezeichnet, findet Beckmann nicht mehr in sein altes Leben zurück, weil er überall abgewiesen wird. Er bleibt draußen vor der Tür, wo er stirbt ohne Wärme, ohne Antwort.

Einer Mutter ist es im Beisein ihrer Freundinnen peinlich, dass ihr Sohn mit schmutzigen Händen vor ihr steht. Sie schickt ihn mit einem Tadel weg. Wie wird der sich wohl gefühlt haben? Er hatte mit seinen Freunden Fußball gespielt und wollte nur mal schnell seine Mutter drücken, die in der Nähe bei einem Kaffeeklatsch war. Seine schmutzigen Schuhe hatte er extra draußen vor der Tür stehen lassen.

Ich bin froh und gewiss, dass ich zu Gott immer kommen kann, auch mit schmutzigen Händen oder mit meinen Problemen, so wie ich bin. Jesus hat das seinen Zeitgenossen vorgelebt. So durften Mütter mit ihren Kindern zu ihm, obwohl seine übereifrigen Jünger das verhindern wollten. Mit den Worten „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid!“ (Matthäus 11,28) lädt Jesus auch heute zu sich und zu Gott ein. Ein blinder Bettler darf zu ihm und erfährt Heilung. Und ein Vater läuft seinem verloren geglaubten Sohn voll Freude entgegen. Türen zu öffnen, ist göttlich.

Reinhard Ellsel

Barmherzig – oder was?

Die Jahreslosung für 2021 lautet: „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ 

Das erste Wort, welches mir ins Auge springt ist „BARMHERZIGKEIT“.
So oft gehört, gelesen, selbst verwendet – doch auch angewendet? 

Was bedeutet Barmherzigkeit? 

Sprachlich stammt es vom lateinischen Wort „misericordia“ ab. 
Synonym kann man „Güte, Erbarmen und Mitgefühl“ setzen.
Diese drei Worte umschreiben das große Wort Barmherzigkeit und lassen verschiedene Bilder und Ideen dazu entstehen.

2016 gab es in der katholischen Kirche das Jahr der Barmherzigkeit. Im Bistum Eichstätt haben sich junge Menschen Gedanken zur Barmherzigkeit gemacht. Hör mal kurz rein und lass dich inspirieren. 

Und, was denkst Du? Was bedeutet für dich dieses Wort? 

Für mich ist Barmherzigkeit zu einer Lebensaufgabe geworden. Sowohl in der Umsetzung als auch in der Intensität. Aus meiner Sicht ist Barmherzigkeit nichts, was man lernen kann und sobald man es einmal verstanden hat, kann man es –  immer und überall, egal in welcher Situation man steckt. Es ist nicht wie Fahrrad fahren oder schwimmen. Einmal gelernt, ist es im motorischen Gedächtnis eingebrannt und wir können es zu jeder Zeit abrufen.
Für mich ist Barmherzigkeit vielmehr wie Kochen. Die Grundzutaten der Barmherzigkeit: Güte, Vergebung, Mitgefühl – habe ich kennen gelernt und kann sie in mir sehr gut vertrauten Situationen anwenden. Doch hin und wieder stecke ich auch in Momente in welchen mir die Barmherzigkeit nicht gelingt, obwohl ich die Zutaten kenne. Das hat verschiedene Gründe. Da gibt es zum Beispiel persönliche Verletzungen oder noch unklare Emotionen, die mich hindern. Ich denke, dass ich im Recht bin und mein Gegenüber unrecht hat – dabei wäre das gerade gar nicht wichtig, doch das erkenne ich nicht. Vieles mehr ließe sich an dieser Stelle noch aufführen, doch ist das zur Weiterführung gar nicht nötig. Jeder von uns weiß um seine ganz eigenen Gründe, warum es mit der Barmherzigkeit hin und wieder nicht gelingt.

Viel wichtiger ist mir dabei die Frage geworden, ob es mir als Christ passieren darf, dass es mir nicht gelingt. Meine Antwort darauf lautet: JA – darf es und das ist in Ordnung. Schließlich geht es auch bei der Barmherzigkeit nicht darum sie perfekt und in jeder Situation zu leben. Als Mensch bin ich nicht fehlerfrei, sondern scheitere hin und wieder – mal mehr, mal weniger…
Gott begegnet mir hier, so glaube ich, mit seiner Barmherzigkeit – durch andere Menschen. Sie entwickeln Verständnis für mich und meine Situation, begegnen mir mit Güte und Milde und fühlen sich ein – in Mich.
Aus meiner Sicht ist Barmherzigkeit ein gegenseitiges Geben und geschenkt bekommen – zwischen uns Menschen und Gott.
Erlebe ich selbst Barmherzigkeit als Gebende und Beschenkte, so ist das für mich ein ganz besonderer, ein heiliger Moment.
Dafür bin ich dankbar.

Michael Patrick Kelly hat das in diesem wunderschönen Lied zum Ausdruck gebracht: 

Liebe Grüße,

Eure/Ihre Christina Höpfner

Predigt zur Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Lk 6,36

von Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

wieder stehen wir am Beginn eines neuen Jahres!
Bestimmt haben Sie heute im Laufe des Tages viele Neujahrswünsche erhalten und auch selbst ausgesprochen.
Die Neujahrswünsche, die wir uns gegenseitig zusagen, haben in diesem Jahr bei den meisten in erster Linie die Gesundheit im Blick, sie ist angesichts der Pandemie das zentrale Thema unserer Hoffnungen.

Ich möchte heute mit Ihnen einen Blick auf die Jahreslosung für das neue Jahr werfen. Sie lässt unseren Blick noch weiter kreisen.
Der Evangelist Lukas hat die Worte Jesu aufgeschrieben:

„Jesus Christus spricht:
seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

„Barmherzigkeit“ – was für ein althergebrachter Begriff!
Kaum einer von uns verwendet dieses Wort im Alltag.
Und doch berührt uns das Wort „Barmherzigkeit“ im Innersten.

Vielen von uns kommt sogleich die biblische Erzählung vom barmherzigen Samariter in den Sinn.
Sie erinnern sich: das war der Wanderer, der auf seinem Weg einem Überfallenen, einem übel zugerichteten und ausgeraubten Mann geholfen hat.
Jesus erzählt seinen Zuhörern dieses Gleichnis auf ihre Frage hin, wie man sich seinem Nächsten gegenüber verhalten soll.
Und typisch für Jesus … er verpackt seine Antwort in eine Geschichte.

Mit dieser Geschichte provoziert er seine Zuhörer, damit diese die Antwort begreifen, ja selbst finden.

Jesus erzählt, dass an dem Überfallenen zuerst ein Priester vorbeizieht; dieser darf sich aufgrund der Priestergesetze nicht mit Unreinem in Verbindung bringen. Dann kommt ein Levit daher; auch er kennt alle Kultvorschriften genau und er hat es eilig, um rechtzeitig zum Tempeldienst zu kommen.
Schließlich sieht ein Samariter den Mann am Boden liegen. Der Samariter handelt ohne zu überlegen, ohne lang zu fragen, ob er das darf, ob er sich dabei beschmutzt, ob es ihn seine Zeit und natürlich auch sein Geld kostet.

Provokant für Jesu Zuhörer ist die Geschichte deshalb, weil sie einem Samariter das barmherzige Handeln niemals zugetraut hätten. Hatten doch die Samariter keinen guten Ruf und galten als sektiererisch in dem Sinne, dass sie sich nicht streng an die jüdische Gesetzgebung hielten.
Doch Jesu Zuhörern wird dadurch klar:
Unser Nächster ist der, der unsere Hilfe braucht!
Diese Aussage sitzt!

Trotz Kontaktbeschränkungen konnte ich in den vergangenen Wochen viele Menschen zumindest zwischen Tür und Angel besuchen. Manchmal konnten wir auch nur vom Gehweg zum Fenster hin ein kurzes Gespräch führen. Was mich dabei geschmerzt hat, war die Aussichtslosigkeit, von der vor allem die älteren Menschen erzählten.
Die Sorge und die Angst vor dem Virus paarte sich mit einer großen Sehnsucht nach Nähe, nach einem Gespräch, nach Kontakt.  Der Lebenssinn schien nicht selten verlorengegangen zu sein.

Ein befreundeter Pfarrer schickte mir vor einigen Tagen ein Zitat Martin Luthers, das passender zur gesamten Situation nicht sein könnte:
„Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde. Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“

Das ist es!
Wir sind barmherzig im Sinne Jesu, wenn wir die Not eines anderen zum Besseren wenden!

Voraussetzung dafür ist aber, dass wir mit uns selbst im Reinen sind. Nur wenn wir uns mit allen Fehlern und Macken selbst akzeptieren, können wir auch für andere ein großes Herz haben.
Wie kann uns das gelingen, unser eigenes Herz geschmeidig werden zu lassen?
Eine Portion Humor mit sich herumzutragen, kann oftmals schon der erste Schritt für eine Entspannung sein.
Und der zweite Schritt, der in die richtige Richtung führt, ist eigentlich ein Schritt zurück. Ein Blick in mein Innerstes.
Was mache ich aus meinem Leben. Welche Gaben habe ich von meinem Schöpfer bekommen? Was macht mich stark?

An Weihnachten haben wir uns an das schönste Geschenk Gottes erinnert.
Da fiel unser Blick auf den, der aus der Weite des Himmels als Kind zu uns kam, Gott wurde Mensch, mit allen Herausforderungen und Befindlichkeiten, die es in einem Menschenleben gibt.
Auch Jesus haderte mit sich und der Welt.
Aber er war sich seines göttlichen Auftrags bewusst, die Welt besser zu machen.
Die innerste Ergriffenheit und Überzeugung wollte er auch seinen Zuhörern zuteilwerden lassen.
Er gab ihnen damals vor 2000 Jahren und gibt uns für das Jahr 2021 die Richtung vor:

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Amen.