Naschgarten ist eröffnet!

… und jede/r ist eingeladen!

Vielleicht haben Sie es schon entdeckt, an der Kirchenschiffseite rechts neben dem Eingangsportal hat sich etwas getan.

Hier ist durch die jungen Ehrenamtlichen der evangelischen Jugend Thomas- und Stephanuskirche ein kleiner Naschgarten entstanden. Kleine Tomaten, Paprika, Gurken oder verschiedene Erdbeeren laden zum Essen ein. Ein kleines Salatfeld und verschiedene Kräuter, wie z.B. ein Kaugummistrauch runden den Geschmack ab.

Jede und jeder, der daran vorbeikommt, darf sich gerne bedienen! Wir müssen nur aus rechtlicher Sicht darauf hinweisen, dass wir für die Produkte keine Gewähr übernehmen.

Wir freuen uns auch über Menschen, die das Beet etwas mitpflegen oder etwas dazu pflanzen. Wir bitten neue Pflanzen zu beschriften und wenn man nascht, noch etwas für andere übrig zu lassen.

Viel Spaß und Guten Appetit wünscht die evangelische Jugend Thomas- und Stephanuskirche  

Armin Röder, Diakon

Predigt Rogate 17.05.2020

Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter

Predigttext: Mt.6,6-15

Gnade sei mit Euch und Friede, von dem der da ist, der da war und der da kommt!

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
erinnern Sie sich an die rot umrandete Wolke, die ich vor ca. 8 Wochen in und um unsere Kirche herum aufgehängt habe?

„BETEN VERBINDET! „

So war darauf zu lesen in einer Zeit, in der rein äußerlich nichts mehr verbunden zu sein schien. Persönliche Kontakte und Gemeinschaft, all das, was jeder Mensch unbedingt für sein Leben braucht, all das, was zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählt, wurde – aus Sicherheitsgründen – untersagt!

Was blieb uns da noch? Wie konnten wir ohne äußere  Begegnungen zumindest die inneren Verbindungen aufrechterhalten?

In unserem Nürnberger Dekanat aber auch anderswo wurden schnell Ideen entwickelt. Und wie Sie an der Wolke sehen, war eine der ersten Ideen mit die beste!

Das Gebet, das die Christen auf der ganzen Welt verbindet, das die allermeisten auswendig können, sollte beim Läuten der Kirchenglocken gebetet werden, sodass jeder, der sich da mit einreihte, wusste, dass er zwar rein äußerlich in seiner Wohnung, in seinem Zimmer allein dasaß, aber innerlich doch mit den Menschen seiner Gemeinde verbunden war.

Was und wie sollen wir eigentlich beten?

Diese Frage stellten sich schon die Freunde und Anhänger Jesu.

Und Jesus, bekannt für seine klugen und lebensnahen Antworten gab den Menschen, die sich um ihn versammelt hatten, das Vaterunser Gebet. Aufgeschrieben finden wir es im Evangelium des Matthäus in der sogenannten Bergpredigt Jesu:

Ich verlese den heutigen Predigttext:

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern, wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Darum sollt ihr so beten:

„Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“

 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“

Liebe Gemeinde,
Das Vaterunser Gebet steht in der Mitte der Bergpredigt. Hier fasst Jesus alles Wichtige seiner Botschaft zusammen. Wer ihm zuhört, der lernt: Diese schön geschaffene Welt wird vergehen, aber ihr Ziel ist das Himmelreich.  Die Tage und die Jahre vergehen, das Leben blüht und verwelkt, aber alle dürfen wissen: Die ganze Welt, die irdische und die geistige Welt gehören Gott, unserem Vater, der die Welt und uns geschaffen hat!

Jeder von uns sieht ihm ähnlich und wird am Ende in Gottes Reich als Gottes Kind kommen.

Als Jesus damals dieses Gebet sprach, provozierte er die jüdischen Zuhörer, weil sie sich niemals erlaubt hätten Gott/Jahwe mit Vater anzureden.

Aber Jesu Sicht auf den Schöpfergott war eine ganz andere! In seinem Gebet mit der Anrede „Vater“ wollte er seine Zuhörer einladen zu dem abstrakten Gegenüber eine ganz persönliche Beziehung aufzubauen. Der gläubige Mensch darf vertraut sein, nicht bloß mit einer höheren Macht, sondern mit dem himmlischen Vater.

Und Jesus geht mit seiner Neuerung noch weiter: Nicht nur im Gotteshaus kann der Gläubige „richtig“ beten, nein, gerade zuhause kann der Mensch sein Innerstes, sprich von ganzem Herzen sein Gebet zu Gott formulieren, ohne Ablenkung, ohne zur Schaustellung der eigenen Besonderheiten in Stimme und Aussehen.

Auf die innere Haltung kommt es also an, still zu werden, das Geplapper ausklingen zu lassen und zu warten, bis man Gott hört.

Liebe Gemeinde,
haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb wir das Vaterunser erst gegen Ende des Gottesdienstes beten?

Es lässt sich erklären mit der Ruhe, die wir dann hoffentlich in uns spüren.

 Nach liturgischen, regelmäßigen Formeln und Texten, nach biblischen Erzählungen, der Predigt, den Liedern, Musik und Gebeten sind wir innerlich bereit, uns direkt an unseren Vater im Himmel zu wenden. Wir sind dann bereit, ihn um unser tägliches Brot zu bitten, das uns am Leben erhält.

Wir sind bereit, nachdem wir uns unserer Schuld bewusst geworden sind, Gott um Vergebung zu bitten.

Wir sind bereit, ihn auch darum zu bitten, dass er uns nicht den Verlockungen der Welt erliegen lässt, dass wir Gutes von Bösem unterscheiden können.

Und sollte es uns nicht immer gelingen, haben wir die tröstenden Worte Jesu im Ohr: Wenn ihr den Menschen vergebt, so wird euch auch euer himmlischer Vater vergeben.

Das macht uns zuversichtlich mit seiner Hilfe und dem im Gottesdienst darauffolgenden Segenszuspruch in den Tag, in die neue Woche zu gehen. Gerade, weil wir nicht wissen, was da wieder alles auf uns zukommen mag.

Voller Überzeugung dürfen wir dann genauso, wie es die ersten Christen vor 2000 Jahren auch getan haben, sprechen:

„Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!“

Freuen wir uns, dass wir dieses, uns in allen Lebenslagen wichtiges Gebet seit heute wieder in Gemeinschaft sprechen können.

AMEN

Der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

AMEN

Wir feiern wieder Gottesdienste!

Liebe Gemeindeglieder,

ab Sonntag, den 17.05.2020 feiern wir wieder Gottesdienste in unserer Kirche!

Der Rahmen der Gottesdienste wird von uns stets den geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen angepasst. Dies bedeutet aktuell für Sie:

  • Bitte bringen Sie einen Mund-Nase-Schutz mit!
  • Bitte beachten Sie die Platzeinweisung unseres Helferteams!
  • Die Gottesdienstdauer beträgt ca. 30 Minuten. Bei erhöhter Nachfrage wird im Anschluss ein weiterer Gottesdienst stattfinden.
  • Jeder Gottesdienstbesucher muss namentlich erfasst werden, um ggf. entstandene Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Wir freuen uns auf Sie!

Erika Brischle verabschiedet sich in den Ruhestand

„Ein jegliches hat seine Zeit…“ Prediger 3,1

Liebe Gemeinde,

meine Dienstzeit in der Therapeutischen Tagesstätte der Lebenshilfe geht allmählich zu Ende.

Es ist mir ein Bedürfnis, mich mit diesen Zeilen von Ihnen zu verabschieden.

Mein Blick geht zurück an den Anfang.

1997 war ich das erste Mal in Ihrer Kirche. Schon beim Eintreten wurden meine Blicke von dem Gemälde entlang dem Altarraum angezogen. Mir wurde ganz „warm um`s Herz“ und ich sah in Gedanken unsere Betreuten mit ihren unterschiedlichen Behinderungen und Einschränkungen kommen. Das war für mich ein sehr starker Moment, den ich nie vergessen werde.

Und tatsächlich – es wurde wahr. Sie, liebe Gemeinde und Herr Pfr. Scholl haben uns die Türen Ihrer Kirche geöffnet und den Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen der Tagesstätte, Raum gegeben, die Nähe Gottes zu erleben. Wie auf dem Gemälde kommen sie mit der Unterstützung der Betreuerinnen und Betreuer, mit Rollstühlen, zu Fuß, oder mit dem Lebenshilfe – Fahrdienst. Pfarrer Scholl hat uns die Nähe Gottes in Verbindung mit den Festtagen des Kirchenjahres immer wieder mit Leidenschaft und Herzblut neu vermittelt und Frau Edelmann-Richter führte dies an Weihnachten 2019 in wunderbarer Weise weiter. Wenn ein Gottesdienst stattfand, wollte kein Betreuter in der Tagesstätte zurück bleiben – das war immer sehr bewegend.

Auch Angehörige teilten mir oft mit, dass sie sich bei den Gottesdiensten verstanden fühlten und in ihrer Situation gestärkt wurden.

Das Gemeindefest war für mich stets ein Ausdruck von einem lebendigen Miteinander und Füreinander Ihrer Gemeinde mit herzlichen Begegnungen. Ich habe mich immer sehr wohlgefühlt.

Das sind wunderschöne Erlebnisse, die sich in meinen Erinnerungen fest einprägen werden. Gerne werde ich in meiner neuen Lebensepoche, den Ruhestand daran denken.

Meine Zeit in Gebersdorf geht nun im Mai zu Ende – eine eindrucksvolle und besondere Zeit in der ich mit der Tagesstätte immer reich gesegnet wurde.

Ein herzliches „Vergelt`s Gott“ für die schöne Zeit in Ihrer Gemeinde!

Ich wünsche Ihnen und der Tagesstätte mit meiner Nachfolgerin Frau Schmidt-Burkhardt ein weiterhin gutes Miteinander unter dem Segen Gottes.

Behüt` Sie Gott und Adieu

herzlichst Ihre Erika Brischle

Neuigkeiten vom Gottesdienstausschuss

Liebe Gemeindeglieder,

heute Abend hat sich der gemeinsame Gottesdienstausschuss von Stephanuskirche und Thomaskirche getroffen.

Hintergrund für das Treffen sind die von der Landesregierung gelockerten Bestimmungen zur Durchführung von Gottesdiensten während der Corona-Pandemie.

Wichtig ist es für uns gerade hier, zu eruieren, welche empfohlenen bzw. geforderten Maßnahmen praktikabel oder eben auch nicht realisierbar sind.

Nach ausführlichen Beratungen kamen wir zu dem Ergebnis, dass eine Durchführung von Gottesdiensten nach altbewährtem Schema nicht möglich sein wird. Dem entgegen stehen die sehr strengen Hygienevorschriften sowie auch die geforderten Mindestabstandsregelungen.

Wir empfehlen für die kommenden Wochen alternativlos eine stark reduzierte Gottesdienstform, mit der alle gesetzlichen Vorgaben vorbehaltlos erfüllt werden.

Über eine Wiedereinführung von Gottesdiensten in der Stephanuskirche, sowie deren Art und Umfang, beratschlagt und befindet der Kirchenvorstand in seiner Sitzung am 13.05.2020.

Wir werden Sie selbstverständlich über die Entscheidung an dieser Stelle informieren. Bitte bleiben Sie gesund!


Ihr Gottesdienstauschuss der Stephanuskirche

Mein Konfirmationsspruch

Mein Konfirmationsspruch?

                                           Ah, mein Konfirmationsspruch…

Ja klar, mein Konfirmationsspruch!



Liebe Besucher unserer Stephanuskirche,
unter normalen Umständen würden wir in diesen Wochen die Jubelkonfirmationen und die Konfirmation feiern.

In diesem Jahr verschieben wir diese Feste.

Aber wir können uns an unsere eigene Konfirmation erinnern oder an unseren Konfirmationsspruch, der für viele von uns zu einem tröstenden Zuspruch und zuverlässigen Wegbegleiter geworden ist.

Ich lade Sie ein, Ihren Konfirmationsspruch auf einen Zettel zu schreiben (zuhause oder in der Kirche) und diesen an die Pinnwand in unserer Stephanuskirche zu heften!

Machen Sie mit!

Ihre Pfarrerin Gabriele Edelmann-Richter

Filmtipp für alle!

„Hab ich vergessen – warum?“ 

Es ist kein leichtes Thema: Das Älterwerden! Und damit meine ich nicht die Frage, ob man seinen 15. oder seinen 16. Geburtstag feiert. Viel mehr geht es um das fortgeschrittene Altern der Ü 60-jährigen.

Als Ältere werden vor allem Menschen bezeichnet, die in der Zeit des letzten Lebensabschnitts sind. Für viele von uns ist dies mit der Vorstellung der Rente verbunden. Für manche auch mit der Vorstellung grau und faltig zu sein, und die einen oder anderen Gebrechen zu haben. Wer kennt sie nicht, die Sätze der Senioren: „Mei, des ist nimmer so wie früher.“, oder „Im Alter gehts halt nimmer so dolle!“.

Und doch ist „älter werden“ nicht für alle gleich. Der eine 60-jährige Pensionär fährt mit seinem Rennrad noch Alpenüberquerungen und im Jahr 2015 lief die 92-jährige Harriette Thompson den Rock ´n´Roll Marathon und war damit die älteste Marathonläuferin der Welt. Zur selben Zeit ist eine Frau mit 70 aufgrund ihrer Vorerkrankungen nicht mehr ohne Sauerstoffgerät überlebensfähig und der dritte Herzinfarkt des Großvaters überschattet das nächste Osterfest.

Das Älterwerden hat 1000 Gesichter und noch viel mehr, individuelle Geschichten.
Eine Geschichte wird mit dem Film „Honig im Kopf“ von 2014 erzählt. Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger hat sich einem schwierigen Thema angenommen: der Demenz und ihre Auswirkungen. Ein vielschichtiges und schwer zu durchschauendes Krankheitsbild, das fast ausschließlich bei Senioren diagnostiziert wird und die Betroffenen und auch die angehörigen Familienmitglieder auf einen besonderen Weg schickt.
Der Film wirft unter anderem auch die Frage auf, wie wir mit „den Alten“ unserer Gesellschaft umgehen, wie wir sie wahrnehmen, wo ihr Platz ist und mit welchem Blick wir sie betrachten. 

Der Film zeigt in meinen Augen gut, welche Herausforderungen mit der Krankheit Demenz auf einen Großfamilie zukommen, wie wichtig die Liebe und das Verständnis für die Betroffenen aber auch für alle anderen ist. Ebenso zeigt er auf, dass es Grenzen gibt und Unterstützung nötig ist. Vor allem zeigt der Film aber, dass Humor ein Schlüsselzugang zu diesen Fragestellungen sein kann. Das wir als junge Generation ein Auge auf „unsere“ Senioren haben müssen – denn wir benötigen uns gegenseitig, um voneinander zu lernen und einander zu unterstützen! 

Ich gebe euch also heute die Filmempfehlung: „Honig im Kopf“. Ein Film der einen auf komische Weise gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt. Der es schafft, dass wir nachdenken über das Leben und seinen Sinn.
Ich wünsch euch ein schönes Filmerlebnis – gerne auch mit der gesamten Familie! 

Hier der Trailer:


Alles Liebe,  Eure Tina 

PS: Alle großen Anbieter (Netflix und Co.) streamen den Film aktuell!